21 March 2026, 08:06

1&1 bleibt trotz Regulierungskämpfen beim Netzausbau – Verkauf ausgeschlossen

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1&1 CEO Dommermuth schließt Verkauf an Telefónica aus - 1&1 bleibt trotz Regulierungskämpfen beim Netzausbau – Verkauf ausgeschlossen

1&1 hat sich als vierter Mobilfunkanbieter in Deutschland fest etabliert – und hat keine Pläne, das Geschäft zu verkaufen. Unternehmensgründer Ralph Dommermuth bleibt trotz anhaltender Rechtsstreitigkeiten mit den Aufsichtsbehörden voll auf den Ausbau des Netzes fokussiert. Bis Ende 2025 deckte das Netz bereits 27 Prozent der deutschen Haushalte ab und übertraf damit die ursprünglichen Ziele.

2020 stieg 1&1 in den deutschen Mobilfunkmarkt ein und startete 2023 das eigene Netz 1&1 ION. Dank wettbewerbsfähiger Preise wuchs die Kundenbasis bis Anfang 2026 auf rund 2,5 Millionen an. Dennoch liegt das Unternehmen deutlich hinter den Marktführern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2, die jeweils 30 bis 35 Prozent des Marktes halten – während 1&1 auf etwa 3 bis 4 Prozent kommt.

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Die Etablierung eines vierten Anbieters hat den Preisdruck erhöht und den Wettbewerb belebt. Dommermuth kritisiert die Bundesnetzagentur scharf, weil sie niedrige Frequenzbänder nur an etablierte Anbieter vergeben habe – eine Entscheidung, die er als rechtswidrig bezeichnet. Gleichzeitig zeigt er sich offen für pragmatische Lösungen, etwa die gemeinsame Nutzung von Mobilfunkmasten in ländlichen Gebieten, um den Ausbau zu beschleunigen.

Für die Zukunft plant 1&1, die Netzabdeckung bis Ende 2026 auf 35 Prozent der Haushalte auszuweiten. Mit dem Fokus auf günstige Tarife und dem schrittweisen 5G-Ausbau verfolgt das Unternehmen eine langfristige Strategie – ein schneller Verkauf steht nicht zur Debatte.

Der Netzausbau schreitet voran, und die Abdeckung soll im kommenden Jahr weiter wachsen. Durch rechtliche Auseinandersetzungen und aggressive Preispolitik hat 1&1 den Markt verändert – zum Vorteil der Verbraucher. Dommermuths Engagement sichert vorerst die Unabhängigkeit des Netzprojekts.

Quelle