06 May 2026, 12:06

150 Menschen fordern in Halle mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen

Gruppe von Menschen im Rollstuhl, die eine Stra├če entlangrasen, Helme tragen und von Absperrpollern mit B├Ąndchen umgeben sind, mit B├Ąumen, Geb├Ąuden, Schildern und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

150 Menschen fordern in Halle mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen

Rund 150 Demonstranten gingen am 5. Mai in Halle (Saale) auf die Straße, um bessere Rechte für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Kundgebung fand im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten ein Ende der strukturellen Diskriminierung und der Alltagsbarrieren, mit denen Betroffene konfrontiert sind.

Der Demonstrationszug startete am Steintor, führte durch den Hansering und am Leipziger Turm vorbei, bevor er an der Ulrichskirche endete. Anschließend versammelten sich die Protestierenden auf dem Marktplatz unter dem Motto „Viel zu tun für Inklusion! Selbstbestimmt leben – ohne Barrieren“. Viele wiesen auf anhaltende Probleme hin, etwa unzuverlässige Kommunikation und überfüllte öffentliche Verkehrsmittel, die Menschen mit Mobilitätseinschränkungen das Reisen erschweren.

Annette Meltzer, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, berichtete von den täglichen Hindernissen, mit denen sie konfrontiert wird. Sie betonte, dass Veränderungen allen zugutekommen müssten – nicht nur Einzelnen. Ein weiterer Rollstuhlfahrer schilderte die Schwierigkeiten bei der Nutzung barrierefreier Straßenbahn-Haltestellen und die Gefahren auf der Fiete-Schulze-Straße. Unterdessen erläuterte Special Olympics Sachsen-Anhalt, wie Sport zwar Inklusion fördern könne, gleichzeitig aber auch bestehende Barrieren aufzeige.

Ein Redner fasste zusammen, dass Menschen mit Behinderungen in der Gesellschaft viel zu oft an den Rand gedrängt würden. Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Fortschritte bei Barrierefreiheit und Gleichbehandlung voranzutreiben.

Die Kundgebung endete mit Appellen für mehr Bewusstsein und Handlungswillen. Die Organisatoren kündigten die nächste Aktion an: „Inklusion erleben – Ein Tag in verschiedenen Welten“, die für Samstag, den 9. Mai, unter den Arkaden des Peißnitzhauses geplant ist. Im Fokus bleibt, Halle für alle Einwohnerinnen und Einwohner inklusiver zu gestalten.

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