19 June 2026, 02:05

87 Prozent der Deutschen kritisieren mangelhaften Jugendschutz im Netz und bei Games

Verbraucherbericht: Hubig fordert mehr Jugendschutz im Netz

87 Prozent der Deutschen kritisieren mangelhaften Jugendschutz im Netz und bei Games

Eine neue Umfrage offenbart weit verbreitete Unzufriedenheit mit den aktuellen Bemühungen zum Schutz von Minderjährigen im Internet. Acht von zehn Befragten sind der Meinung, dass Politiker versagen, wenn es darum geht, junge Menschen in digitalen und finanziellen Belangen zu schützen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig fordert nun schärfere Maßnahmen.

Der Verbraucherreport 2026 zeigt besorgniserregende öffentliche Sorgen beim Jugendschutz. Eine überwältigende Mehrheit von 87 Prozent bewertet die Maßnahmen der Regierung zum Schutz von Minderjährigen in sozialen Medien und im Gaming-Bereich als mangelhaft oder sehr mangelhaft. Die bestehenden Regelungen werden von den meisten als unzureichend angesehen.

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Fast drei Viertel (74 Prozent) fordern zudem bessere Verbraucherschutzstandards für Minderjährige im Bereich Ernährung. Gleichzeitig wünschen sich 79 Prozent, dass Politiker mehr unternehmen, um junge Menschen in der digitalen Welt zu schützen. Hubig betonte, dass große Plattformen mit mächtigen Algorithmen nicht schwächere Jugendschutzstandards haben dürften als kleine lokale Unternehmen.

Die Fachkommission für den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt wird in Kürze ihre Ergebnisse vorlegen. Hubig verwies darauf, dass eine große Mehrheit der Deutschen der Ansicht ist, dass mehr für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Netz getan werden muss.

Die Umfrage unterstreicht eine starke öffentliche Nachfrage nach strengeren Schutzmaßnahmen in mehreren Bereichen. Die Regierung steht unter Druck, zu handeln – besonders da bald die Empfehlungen der Experten veröffentlicht werden. Die aktuellen Schutzvorkehrungen werden allgemein als unzureichend angesehen.

Quelle