24 May 2026, 02:05

AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt lösen Angst vor radikalen Bildungsreformen aus

Sachsen-Anhalt vor der Wahl: Warnungen vor AfD-Regierungsbeteiligung und ihren Folgen für Bildung, Gleichheit und Polizei

AfD-Pläne in Sachsen-Anhalt lösen Angst vor radikalen Bildungsreformen aus

In Sachsen-Anhalt wachsen die Sorgen, da sich die rechtspopulistische AfD auf eine mögliche Regierungsbeteiligung vorbereitet. Kritiker warnen, dass geplante Bildungsreformen und Personaländerungen das Schulwesen und die öffentlichen Einrichtungen des Landes grundlegend verändern könnten. Gewerkschaftsvertreter und Beamte äußern sich besorgt über Politiken, die ihrer Meinung nach die Unabhängigkeit und Vielfalt im Unterricht untergraben würden.

Zu den Plänen der AfD gehört die Abschaffung der Schulpflicht sowie die Auflösung inklusiver Klassenmodelle. Stattdessen will die Partei den Schwerpunkt auf „Heimatkunde“ in den Lehrplänen stärken. Ein weiterer zentraler Vorschlag ist die Ersetzung der Landeszentrale für politische Bildung durch ein neues „Landesinstitut für politische Bildung und kulturelle Identität“.

Maik Reichel, der aktuelle Leiter der Landeszentrale, hat Bedenken hinsichtlich der Jobsecurity führender Mitarbeiter geäußert, falls die AfD an die Macht kommt. Er befürchtet, dass die Partei erfahrenes Personal versetzen oder ersetzen könnte. Malte Gerken von der Bildungsgewerkschaft GEW teilte diese Sorgen und prognostizierte, dass viele Lehrkräfte Sachsen-Anhalt verlassen würden, sollten die AfD-Pläne umgesetzt werden.

Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW, warnte, dass die Region unter einer AfD-geführten Regierung für Forscher und Studierende an Attraktivität verlieren könnte. Gleichzeitig steht Sarah Schulze, die amtierende Gleichstellungsbeauftragte, vor dem möglichen Verlust ihres Postens. Die AfD plant, ihre Position durch eine „Familienbeauftragte“ zu ersetzen, die sich auf die Steigerung der Geburtenraten konzentrieren soll.

Nancy Emmel, stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, forderte stärkere Schutzmechanismen für die Verfassungsloyalität und das Remonstrationsrecht. Sie betonte, die Polizei habe sich an Recht und Gesetz zu halten – nicht an politische Vorgaben – und rief jede künftige Regierung dazu auf, die Unabhängigkeit der Beamten zu respektieren. Emmel warnte zudem vor politischem Druck auf die Polizei, falls die AfD an Einfluss gewinnt.

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Die von der AfD vorgeschlagenen Änderungen haben bei Pädagogen, Gewerkschaftsvertretern und öffentlichen Bediensteten breite Besorgnis ausgelöst. Würden die Pläne umgesetzt, könnten sie zu tiefgreifenden Veränderungen in Personalstruktur, Lehrplänen und institutionellen Gefügen in Sachsen-Anhalt führen. Kritiker argumentieren, dass solche Schritte die Unabhängigkeit in Bildung und Strafverfolgung schwächen und das akademische wie gesellschaftliche Gefüge der Region nachhaltig verändern würden.

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