31 May 2026, 08:03

AfD polarisiert: Umfrage zeigt gespaltene Meinungen zu Verbot und Regierungsmacht

INSA-Umfrage: Mehrheit erwartet nach Landtagswahlen AfD an Regierungsspitze - Deutsche bevorzugen CDU-Allianz mit Links statt AfD

AfD polarisiert: Umfrage zeigt gespaltene Meinungen zu Verbot und Regierungsmacht

Eine neue Umfrage offenbart gespaltene Meinungen unter den Deutschen zur Zukunft der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD). Die im Auftrag der Bild am Sonntag Ende Mai 2026 durchgeführte Erhebung unter 1.003 Personen zeigt gemischte Haltungen zu einem möglichen Parteiverbot, Koalitionsoptionen und den Aussichten der AfD auf regionale Regierungsverantwortung.

Während 38 Prozent ein Verbot befürworten, lehnen 47 Prozent dies ab. Gleichzeitig erwarten fast sieben von zehn Befragten, dass die AfD nach den Herbstwahlen mindestens ein Ministerpräsidentenamt erringen wird.

Die Umfrage macht deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung der AfD als Regierungspartei deutlich. Unter den Anhängern der CDU sprechen sich 51 Prozent für rechtliche Schritte zur Ächtung der Partei aus. Doch wenn es um Koalitionsmöglichkeiten geht, bevorzugen 48 Prozent dieser Gruppe ein Bündnis mit der Linken – nur 27 Prozent würden eine Zusammenarbeit mit der AfD unterstützen.

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Falls die AfD nach der Wahl stärkste Kraft ohne absolute Mehrheit wird, befürworten 40 Prozent aller Befragten eine Koalition aus CDU und Linken. 36 Prozent hingegen würden in diesem Szenario eine Zusammenarbeit mit der AfD akzeptieren.

Die Erwartungen an den Aufstieg der Partei sind hoch: 41 Prozent rechnen mit einem AfD-Ministerpräsidenten in einem Bundesland, 28 Prozent glauben sogar, dass die Partei in mehreren Ländern die Regierung stellen wird. Eine Mehrheit sieht zudem die bisherige „Brandmauer“ gegen die AfD als Vorteil für die Partei – 45 Prozent stimmen zu, dass sie ihr nützt, 30 Prozent widersprechen dem.

Insgesamt erwarten die meisten Deutschen nach den anstehenden Landtagswahlen eine deutliche Verschiebung der politischen Machtverhältnisse.

Die Ergebnisse deuten auf eine polarisierte Öffentlichkeit im Vorfeld der Herbstwahlen hin. Zwar lehnt ein beträchtlicher Teil die Regierungsbeteiligung der AfD ab, doch viele rechnen gleichzeitig mit einem wachsenden Einfluss der Partei. Die Debatten über Verbote, Koalitionen und die künftige Rolle der AfD werden in den kommenden Monaten an Schärfe gewinnen.

Quelle