AfD überholt CDU/CSU: Warum die Rechtspopulisten jetzt so stark sind
Die Umfragewerte für die rechtspopulistische AfD steigen in Deutschland derzeit stark an. Die Partei hat in den bundesweiten Rankings mittlerweile die konservative CDU/CSU überholt. Analysten führen den Aufschwung vor allem auf wirtschaftliche Belastungen und wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung zurück.
Steigende Lebenshaltungskosten setzen Haushalte im ganzen Land unter Druck. Durch den Konflikt mit dem Iran sind die Preise für Sprit, Heizöl und Erdgas stark angestiegen. Auch Alltagsgüter – von Lebensmitteln bis zum Restaurantbesuch – werden durch die anhaltende Inflation immer teurer.
Die wirtschaftliche Abwärtsspirale verschärft bestehende Probleme wie die Klimakrise und den anhaltenden Krieg in der Ukraine. Viele Wähler, verunsichert über ihre Zukunft, wenden sich der AfD zu, die eine Politik nationaler Eigeninteressen vertritt. In Sachsen-Anhalt liegt die Partei mittlerweile bei über 40 Prozent – und nähert sich damit einer absoluten Mehrheit.
Konservative Kommentatoren drängen die CDU/CSU dazu, trotz unterschiedlicher Positionen zur russischen Invasion in der Ukraine eine Zusammenarbeit mit der AfD in Erwägung zu ziehen. Ohne solche Bündnisse könnte es in Ländern wie Sachsen oder Thüringen bald unmöglich werden, stabile Regierungen zu bilden. Die Versuche der Bundesregierung, die Stimmung mit Maßnahmen wie dem Tankrabatt zu beruhigen, haben die öffentliche Wut kaum gedämpft.
Anders als bei früheren Krisen verfügen die Bürger diesmal über Mittel, um Gegenwehr zu leisten. Proteste und Forderungen nach politischen Kurskorrekturen nehmen zu – viele wehren sich gegen die Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen.
Der Aufstieg der AfD spiegelt eine wachsende Verärgerung über die wirtschaftliche und politische Führung wider. Sollte sich der Trend fortsetzen, könnten etablierte Parteien ohne die Beteiligung des rechten Lagers bald kaum noch regierungsfähig sein. Die nächsten Wahlen könnten die politische Landschaft Deutschlands auf beispiellose Weise verändern.






