Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – Strategiewechsel im Einzelhandel
Clara HofmannAldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof – Strategiewechsel im Einzelhandel
Aldi Süd verkauft Luxushotel Öschberghof im Rahmen einer Umstrukturierung
Aldi Süd trennt sich im Zuge einer umfassenden Neuausrichtung von seinem Luxushotel Öschberghof. Das Unternehmen besitzt das Fünf-Sterne-Resort seit den 1970er-Jahren, konzentriert sich nun aber auf sein Kerngeschäft im Lebensmitteleinzelhandel. Käufer ist die gemeinnützige Gustav-Zech-Stiftung, die mit der Zech Group verbunden ist.
Der Verkauf markiert einen strategischen Kurswechsel bei Aldi Süd, das sich zunehmend von nicht zum Einzelhandel gehörenden Beteiligungen löst. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Discounter die gemeinsame Online-Plattform mit Aldi Nord aufgegeben – ein Zeichen für die Rückkehr zum klassischen stationären Handel. Zudem werden weitere Funktionen am Hauptsitz in Mülsen (Salzburg) gebündelt, um die Abläufe effizienter zu gestalten.
Der Öschberghof bleibt trotz des Eigentümerwechsels ein profitables Unternehmen und verzeichnete für 2024 einen Umsatz von 30,7 Millionen Euro. Der Hotelbetrieb läuft vorerst unverändert weiter. Die Zech Group, die das Haus bereits führt, übernimmt auch künftig die Leitung. Michael Artner, der aktuelle Geschäftsführer, bleibt in seiner Position.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Kartellbehörden. Bis zu deren Genehmigung sind keine weiteren Änderungen im Hotel oder im Rahmen der Umstrukturierung von Aldi Süd geplant. Nach der Freigabe wird der Verkauf den vollständigen Rückzug des Discounters aus der Hotellerie besiegeln. Die Gustav-Zech-Stiftung übernimmt dann die Eigentümerschaft, während die Zech Group den Betrieb wie bisher fortführt. Für Mitarbeiter, Management und Gäste soll sich durch den Wechsel nichts ändern.






