Allianz platziert riskante Milliardenschuldverschreibung mit 6,5 % Renditechance
Ella WagnerAllianz platziert riskante Milliardenschuldverschreibung mit 6,5 % Renditechance
Allianz SE platziert neue tief nachrangige Anleihe über 750 Millionen Dollar
Die Allianz SE hat eine neue tief nachrangige Anleihe im Volumen von 750 Millionen US-Dollar ausgegeben. Die als Restricted Tier 1 (RT1) eingestufte Schuldverschreibung ist mit einer unbegrenzten Laufzeit ausgestattet und wurde in diesem Monat bei institutionellen Investoren platziert.
Die Anleihe bietet bis zum 30. April 2035 einen festen jährlichen Kupon von 6,5 Prozent. Die Allianz hat die Möglichkeit, sie erstmals im Oktober 2034 vorzeitig zurückzuzahlen – Zinszahlungen und Tilgung bleiben jedoch gemäß den Anleihebedingungen im Ermessen des Unternehmens.
Für Anleger besteht das Risiko von Abschreibungen, falls ein lösungsauslösendes Ereignis im Zusammenhang mit der Solvenz eintritt, da die Anleihe über einen Verlustabsorptionsmechanismus verfügt. In der Kapitalstruktur der Allianz ist sie direkt über dem Eigenkapital angesiedelt und zählt damit zu den risikoreichsten Schuldtiteln des Konzerns.
Die Anleihe wird nun an der Luxemburger Börse im Segment Euro MTF gehandelt. Die rechtliche Beratung zur Emission und Platzierung übernahm die Kanzlei Hengeler Mueller, wobei Alexander Rang, Pascal Brandt und Karsten Staupe das Beraterteam leiteten.
Mit der 750-Millionen-Dollar-Anleihe stärkt die Allianz ihre Kapitalbasis und bietet Investoren eine attraktive Rendite. Aufgrund der unbegrenzten Laufzeit und der Nachrangigkeit hängen die Erträge jedoch von der finanziellen Lage und den Entscheidungen des Unternehmens ab. Die Notierung in Luxemburg ermöglicht zudem einen breiteren Marktzugang für den Handel.






