Angela Merkel warnt vor KI-Risiken – und fordert strengere Regeln für soziale Medien
Clara HofmannAngela Merkel warnt vor KI-Risiken – und fordert strengere Regeln für soziale Medien
Altkanzlerin Angela Merkel warnt vor Gefahren von KI und sozialen Medien
Die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit einer dringenden Warnung vor den Risiken von Künstlicher Intelligenz (KI) und sozialen Medien in den politischen Fokus zurückgekehrt. Bei einer prominent besetzten Veranstaltung forderte sie strengere Kontrollen – während ihr von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen der Europäische Verdienstorden verliehen wurde. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der Deutschland seine Position als einer der größten Investoren im KI-Bereich festigt: Allein im letzten Jahrzehnt flossen 13 Milliarden Euro in den Sektor.
Merkel gab ihr vorsichtiges Comeback als Ehrengast bei einer Veranstaltung, an der auch ihr politischer Ziehsohn Friedrich Merz teilnahm. Dort nahm sie den Europäischen Verdienstorden entgegen, der ihr von von der Leyen überreicht wurde. In ihrer Rede betonte sie die wachsenden Bedrohungen für die Demokratie durch unkontrollierte soziale Medien und KI-Technologien.
Der Zeitpunkt ihrer Worte fällt mit der kürzlich verabschiedeten KI-Verordnung der EU zusammen, dem ersten umfassenden Regelwerk für Künstliche Intelligenz weltweit. Kritiker monieren, das Gesetz könnte Innovationen ersticken, indem es kleine KI-Unternehmen mit übermäßiger Bürokratie belastet. Zudem könnten fortschrittliche Modelle wie ChatGPT oder Grok eingeschränkt werden – was Bedenken hinsichtlich der europäischen Wettbewerbsfähigkeit schürt.
Doch Deutschland bleibt ein zentraler Akteur im globalen KI-Wettlauf. Zwischen 2013 und 2024 investierte das Land 13 Milliarden Euro in private KI-Projekte und zählt damit zu den weltweit führenden Nation. Branchenexperten sehen in KI eine ideale Ergänzung für die deutsche Wirtschaft – mit dem Potenzial, Milliardenunternehmen zu schaffen und technologischen Fortschritt voranzutreiben.
Trotz ihres Rückzugs aus der aktiven Politik wirkt Merkels Einfluss nach. Ihr Plädoyer für Regulierung – mit der Einsicht, dass Fehler passieren können, aber notwendig sind, um daraus zu lernen – spiegelt ihren pragmatischen Führungsstil wider, der ihre Amtszeit prägte.
Merkels Rückkehr in die öffentliche Debatte unterstreicht die Spannung zwischen Innovation und Regulierung in der europäischen KI-Strategie. Nun steht die EU-KI-Verordnung auf dem Prüfstand: Wird sie die Bürger schützen oder das Wachstum hemmen? Deutschlands massive Investitionen hingegen signalisieren den Willen, in der Branche an der Spitze zu bleiben.






