Armut in Deutschland erreicht 2025 neuen Höchststand seit 2020
Armut in Deutschland steigt seit 2023 stark an – und kehrt eine kurze Phase der Besserung um
Neue Zahlen für das Jahr 2025 zeigen, dass 13,3 Millionen Menschen in Deutschland von Armut betroffen sind – der höchste Stand seit 2020. Die Armutsquote liegt bundesweit bei 16,1 %, wobei einige Regionen und Bevölkerungsgruppen deutlich stärker belastet sind als andere.
Die aktuellen Daten offenbaren deutliche regionale Unterschiede: Bremen verzeichnet mit 27,5 % die höchste Armutsquote, mehr als das Doppelte im Vergleich zu Bayern, wo der Wert bei 12,6 % liegt. Sachsen-Anhalt folgt mit 21,3 % – ganze 9,2 Prozentpunkte über dem Bundesschnitt. Baden-Württemberg bleibt mit 13,2 % unter dem Durchschnitt.
Besonders hart trifft es bestimmte Haushaltstypen: In Single-Haushalten liegt die Armutsquote bei 30,3 %, bei Alleinerziehenden knapp darunter bei 28,9 %. Auch ältere Menschen sind stark betroffen – fast 20 % der über 65-Jährigen leben in Armut. Frauen über 75 Jahren sind besonders gefährdet: Hier beträgt die Quote 21,3 %.
Doch Armut zeigt sich nicht nur an Einkommenszahlen: 4,6 Millionen Menschen leiden unter schwerer materieller Entbehrung. Das bedeutet, ihnen fehlt es an grundlegenden Dingen – von der Beheizung der Wohnung bis zur Möglichkeit, unerwartete Ausgaben zu bestreiten.
Die steigende Armutsquote betrifft Millionen, wobei regionale Unterschiede und Haushaltsformen erhebliche Abweichungen aufweisen. Ältere Menschen, Alleinerziehende und Alleinlebende zählen zu den am stärksten gefährdeten Gruppen. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen, wirtschaftliche Sicherheit flächendeckend zu gewährleisten.






