31 May 2026, 18:04

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktienmodell für alle

Kenfo-Geschäftsführerin plädiert für Aktienrente

Atomfonds-Chefin fordert radikale Rentenreform mit Aktienmodell für alle

Anja Mikus, die seit 2017 den staatlichen deutschen Atomfonds Kenfo leitet, drängt auf eine grundlegende Rentenreform. Sie fordert ein verpflichtendes aktienbasiertes System, das alle versicherten Arbeitnehmer abdeckt – selbst solche mit geringen Beiträgen. Ihr Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der Kenfo 26,5 Milliarden Euro für die langfristige Lagerung radioaktiver Abfälle aus stillgelegten Atomkraftwerken verwaltet.

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Die Hauptaufgabe von Kenfo besteht darin, die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll bis zum Jahr 2100 zu finanzieren. Der Fonds, der über ein Vermögen von 26,5 Milliarden Euro verfügt, sichert so die langfristige Finanzierung dieser Aufgabe.

Mikus plädiert dafür, dass Deutschland einen ähnlichen Ansatz für die Altersvorsorge übernehmen sollte. Als Vorbild nennt sie den schwedischen Staatsfonds AP7, der zeigt, wie ein kapitalgedecktes Rentensystem erfolgreich funktionieren kann. Ein verpflichtendes aktiengestütztes Modell, so ihre Argumentation, würde der breiten Bevölkerung zugutekommen, indem es die Renten an die Entwicklung der Kapitalmärkte koppelt.

Zudem ist sie überzeugt, dass die öffentliche Akzeptanz für ein solches System mit der Zeit wachsen würde. Sobald die Menschen die Vorteile erkennen, werde die Zustimmung steigen – und die Reform damit nachhaltiger werden.

Ihr Plan sieht vor, dass alle Versicherten – unabhängig vom Einkommen – in das System einzahlen. Ziel ist es, durch Investitionen in den Aktienmarkt ein stabileres Rentensystem zu schaffen. Wird die Reform umgesetzt, könnte sie die deutsche Altersvorsorge langfristig grundlegend verändern.

Quelle