Baden-Württemberg setzt 2025 auf mehr Blitzgeräte gegen Rasen in Städten
Ella WagnerHilfe für klamme Städte? Wie viel zahlen Raser an Bußgeldern - Baden-Württemberg setzt 2025 auf mehr Blitzgeräte gegen Rasen in Städten
Städte in ganz Baden-Württemberg verstärken 2025 ihre Geschwindigkeitskontrollen. Mobile Blitzgeräte und Kontrollanhänger wurden als Reaktion auf öffentliche Bedenken und die Notwendigkeit der Verkehrssicherheit eingeführt. Die Maßnahmen erfolgen zu einer Zeit, in der Bußgelder für Rasen weiterhin eine wichtige Einnahmequelle für die kommunalen Haushalte darstellen.
In Karlsruhe wurden in diesem Jahr zwei zusätzliche Kontrollanhänger eingesetzt, sodass die Stadt nun über insgesamt vier verfügt. Die Entscheidung folgt einem regionalen Trend, die Geschwindigkeitsüberwachung auszuweiten. Unterdessen führte Mannheim eine neue mobile Einheit ein, nachdem Anwohner wiederholt über gefährliches Fahrverhalten geklagt hatten.
Die Höhe der Strafen für Geschwindigkeitsüberschreitungen variiert je nach Standort. Innerorts beginnen die Bußgelder bei 30 Euro für Überschreitungen bis zu 10 km/h. Außerorts fallen die Gebühren etwas niedriger aus. Bei schweren Verstößen können bis zu 800 Euro fällig werden.
Die Einnahmen aus diesen Bußgeldern fließen in die kommunalen Haushalte. In Ravensburg werden die Mittel gezielt für verkehrsberuhigende Maßnahmen und den Ausbau der Radinfrastruktur verwendet. Gelangt ein Fall jedoch vor das Amtsgericht, kommt das Geld stattdessen in die Landeskasse.
Doch auch die Wartung der Messgeräte verursacht Kosten. Die Städte müssen Personal-, Reparatur- und Ersatzkosten tragen – insbesondere, wenn Kameras vandaliert oder beschädigt werden.
Die Ausweitung der Geschwindigkeitskontrollen spiegelt die anhaltenden Bemühungen wider, die Verkehrssicherheit zu verbessern. Die lokalen Behörden stehen vor der Herausforderung, die Ausgaben für Technik und Personal mit den Einnahmen aus Bußgeldern in Einklang zu bringen. Ziel der Maßnahmen ist es, das Rasen einzudämmen und gleichzeitig weitere verkehrspolitische Projekte zu finanzieren.