Bahnstrecke Bitterfeld–Stumsdorf: Ministerin Hüskens prüft Reaktivierung vor Ort
Ella WagnerBahnstrecke Bitterfeld–Stumsdorf: Ministerin Hüskens prüft Reaktivierung vor Ort
Lydia Hüskens, Ministerin für Infrastruktur und Digitales, hat kürzlich die Bahnstrecke Bitterfeld–Zörbig–Stumsdorf besichtigt, um sich vor Ort ein Bild vom aktuellen Zustand zu machen. Die Begehung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Forderungen von lokalen Politikern und Anwohnern, die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen – insbesondere mit Verweis auf die anhaltenden Staus auf den umliegenden Straßen.
Der Personenverkehr auf dem Abschnitt Bitterfeld–Stumsdorf wurde 2002 eingestellt, der Güterverkehr endete zwei Jahre später. Allerdings wurde der Abschnitt Bitterfeld–Zörbig bereits 2005 für den Güterverkehr reaktiviert.
Eine Machbarkeitsstudie zur Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke wurde 2024 von der NASA GmbH in Auftrag gegeben. Die Untersuchungen führten die Transport Consult GmbH und die Transport Technologie Consult durch, deren Ergebnisse im Februar vorgestellt wurden. Dem Bericht zufolge könnte die Strecke künftig rund 31.000 Menschen anbinden und sie an das S-Bahn-Netz in Mitteldeutschland anschließen.
Ministerin Hüskens betonte die Notwendigkeit, das Planungsverfahren zügig voranzutreiben und dabei mögliche Abweichungen auf ein Minimum zu beschränken. Die geschätzten Kosten für das Projekt belaufen sich auf 130 Millionen Euro, wobei bis zu 90 Prozent über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gedeckt werden könnten.
Die Reaktivierung der Strecke Bitterfeld–Stumsdorf könnte nicht nur den Straßenverkehr entlasten, sondern auch die regionale Vernetzung verbessern. Die Machbarkeitsstudie bildet eine wichtige Grundlage für die nächsten Schritte – zudem stehen bereits erhebliche Fördermittel aus bestehenden Programmen zur Verfügung.






