Baugewerbe schafft historische Lohnangleichung zwischen Ost und West
Clara HofmannBaugewerbe schafft historische Lohnangleichung zwischen Ost und West
Historischer Tarifabschluss: Baugewerbe schafft Lohnungleichheit zwischen Ost und West ab
Nach wochenlangen Verhandlungen und Streiks hat die deutsche Bauwirtschaft einen richtungsweisenden Tarifvertrag ausgehandelt. Die Vereinbarung beseitigt die jahrzehntealte Lohnlücke zwischen Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland. Gewerkschaftsvertreter sprechen von einem historischen Meilenstein für mehr Gerechtigkeit in der Branche.
Der Tarifabschluss ist das Ergebnis zäher Verhandlungen unter Führung der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Ein fast dreiwöchiger Streik zwang die Arbeitgeber schließlich dazu, bundesweit gleiche Löhne zu akzeptieren. Damit gilt erstmals seit der Wiedervereinigung das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt".
Die Löhne in Ostdeutschland steigen nun um 5,3 Prozent, während die Beschäftigten im Westen eine Erhöhung von 3,9 Prozent erhalten. Diese Anpassung schließt eine seit über 35 Jahren bestehende Ungleichheit. Der aktuelle Tarifvertrag bleibt bis zum 31. März 2027 in Kraft.
In der Bauwirtschaft sind bundesweit rund 920.000 Menschen beschäftigt, davon über 600.000 in Westdeutschland. Carsten Burckhardt, stellvertretender Vorsitzender der IG BAU, bezeichnete das Ergebnis als "Wendepunkt für die Arbeitnehmerrechte". Durch den Einsatz der Gewerkschaft wurden fairere Arbeitsbedingungen für Bauarbeiter in ganz Deutschland durchgesetzt.
Mit dem Abschluss endet die unterschiedliche Behandlung von Bauarbeitern in Ost und West. Künftig gelten bundesweit einheitliche Lohnstandards. Die Vereinbarung betrifft fast eine Million Beschäftigte und setzt neue Maßstäbe für Lohngerechtigkeit in Deutschland.






