Berlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln und digitale Modernisierung
Clara HofmannBerlin reformiert Schulgesetz: Strengere Regeln und digitale Modernisierung
Berlins Bildungssystem steht vor tiefgreifenden Veränderungen, nachdem der Senat einen Entwurf zur Novellierung des Schulgesetzes verabschiedet hat. Die Reformen zielen darauf ab, die schulischen Leistungen zu verbessern, Schulschwänzen einzudämmen und die Schulverwaltung durch digitale Werkzeuge zu modernisieren.
Das überarbeitete Gesetz verpflichtet Schulen, die Lernfortschritte der Schülerinnen und Schüler systematischer zu überwachen. Standardisierte Tests und vergleichende Daten sollen dabei helfen, Bildungserfolge zu messen. Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch betonte, dass diese Maßnahmen frühzeitig Förderbedarf erkennen und die Unterrichtsqualität bewerten werden.
Auch die Regeln zum Fernbleiben vom Unterricht werden verschärft. Schüler mit häufigen unentschuldigten Fehltagen oder fragwürdigen Begründungen müssen künftig einen Amtsarzt aufsuchen. Die Neuregelungen richten sich gezielt gegen mögliche Kindeswohlgefährdung und nicht gegen chronisch kranke Kinder.
Neben den schulischen Aspekten sieht der Entwurf digitale Neuerungen und klarere Vorgaben für Schulübergänge vor. Digitale Klassenbücher, Zeugnisse und Schülerausweise sollen die bisherigen Papierformate ersetzen. Zudem enthält der Gesetzentwurf Leitlinien zum Einsatz von künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich. Nun geht das Gesetz zur Debatte und endgültigen Abstimmung ins Abgeordnetenhaus.
Falls verabschiedet, werden die Reformen einen Wandel im Berliner Schulalltag einläuten. Strengere Anwesenheitskontrollen, regelmäßige Leistungsüberprüfungen und digitale Instrumente sollen das Bildungssystem effizienter und zukunftsfähiger machen. Der Senat erwartet, dass diese Änderungen die Qualität der Schulen nachhaltig stärken.






