18 March 2026, 01:05

Berliner Grünen greifen Wegner vor Septemberwahl scharf an – Klimaschutz und Wohnraum im Fokus

Ein Plakat, das Berlin, Deutschland bewirbt und eine Statue, Gebäude, einen Turm, Menschen, Fahrzeuge auf der Straße und eine Brücke zeigt, mit Text, der Informationen über die Stadt enthält.

Spitzenkandidatin der Grünen Graf wirft Wegner mangelnde Planung vor - Berliner Grünen greifen Wegner vor Septemberwahl scharf an – Klimaschutz und Wohnraum im Fokus

Berlins Grüne verschärfen Angriffe auf Regierender Bürgermeister Kai Wegner vor der Septemberwahl

Die Berliner Grünen haben ihre Kritik an Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) vor der anstehenden Wahl im September deutlich verschärft. Spitzenkandidat Werner Graf wirft der Stadt vor, unter ihren Möglichkeiten zu regieren, und bezichtigt Wegner, zentrale Wahlversprechen nicht eingelöst zu haben. Die Partei finalisiert derzeit ihr Wahlprogramm, in dem sie für den Fall eines Wahlsiegs strengere Klimaschutzmaßnahmen und bezahlbaren Wohnraum fordert.

Das Programm, das an diesem Sonntag verabschiedet werden soll, setzt Schwerpunkte auf soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz. Zu den zentralen Forderungen zählen der Ausbau bezahlbaren Wohnraums, der Schutz von Arbeitnehmerrechten sowie der schrittweise Verzicht auf fossile Brennstoffe im Verkehrssektor. Diese Ziele entsprechen der langjährigen Linie der Grünen, die sich unter anderem für den Ausbau erneuerbarer Energien, den Walderhalt und ein Verbot von Fracking nach fossilem Gas einsetzt.

Graf hat Wegners Führung wiederholt scharf kritisiert und dem CDU-Politiker vorgeworfen, es fehle an einem schlüssigen Konzept für Berlin. Als Beispiel nennt er Widersprüche in Wegners Politik, etwa die Genehmigung fossiler Heizkraftwerke bei gleichzeitigen Bekundungen, den Klimaschutz vorantreiben zu wollen. Die Grünen werfen dem Bürgermeister vor, seine Ankündigungen blieben oft folgenlos – die Stadt stehe dadurch ohne klare Perspektive da.

Die Partei vertritt seit Jahren eine konsequente Linie und setzt sich für wissenschaftsbasierte Lösungen in Klimafragen und sozialen Belangen ein. Die CDU wirft sie vor, Umweltziele aufzuweichen, während sie gleichzeitig mit der Wirtschaft über nachhaltiges Wachstum verhandle. Angesichts der für 2026 anstehenden Wiederholungswahl positionieren sich die Grünen als Alternative und versprechen, Berlins Kurs nach der Septemberwahl grundlegend zu ändern.

In seinen jüngsten Äußerungen prognostizierte Graf unmissverständlich: "Am 20. September wird Kai Wegner seine Sachen packen und das Rote Rathaus verlassen müssen." Die Grünen bestehen darauf, dass Berlin in den Bereichen Klima, Wohnen und faire Migrationspolitik stärkeren Führungskräfte bedürfe.

Das Programm der Grünen wird an diesem Wochenende offiziell beschlossen und ebnet den Weg für eine direkte Konfrontation mit Wegners Regierung. Im Falle eines Wahlsiegs wollen sie verschärften Klimaschutz, mehr bezahlbaren Wohnraum und den Ausstieg aus fossilen Energien vorantreiben. Ihr Wahlkampf steht unter dem Motto, Wegners "planloses Regieren" durch eine Politik zu ersetzen, die soziale und ökologische Prioritäten in den Mittelpunkt stellt.

AKTUALISIERUNG

Berlin Greens Finalisieren Wahlprogramm, Zielen auf Links-Koalition

Die Berliner Grünen haben ihr Wahlprogramm für 2026 offiziell auf einer Parteikonferenz in Neukölln beschlossen. Wichtige Entwicklungen sind:

  • Das 125-seitige Programm wurde einstimmig von Delegierten am 14.-15. Februar angenommen.
  • Das Dokument soll ihr Regierungsprogramm sein, wenn sie die September-Wahl gewinnen.
  • Parteichef Philmon Ghirmai erklärte: 'Dies ist euer Wahlprogramm... und unser Regierungsprogramm.'
  • Die Grünen streben nach der Wahl eine linksorientierte Koalition mit der Linkspartei an, was eine Änderung der politischen Strategie signalisiert.