Berliner Palliativmediziner steht wegen 15-fachen Mordes vor Urteilsspruch
Hannah HofmannBerliner Palliativmediziner steht wegen 15-fachen Mordes vor Urteilsspruch
Der Mordprozess gegen einen 41-jährigen deutschen Palliativmediziner in Berlin nähert sich seinem Abschluss. Der Angeklagte, der über einen Doktortitel verfügt, muss sich wegen Mordes in 15 Fällen mit besonders schwerer Schuld und niedrigen Beweggründen verantworten. Der Prozess begann im Juli 2025 und zieht aufgrund seines Ausmaßes und der Art der Vorwürfe große Aufmerksamkeit auf sich.
Der Beschuldigte wurde Anfang August 2024 festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Ende April fand im Rahmen der laufenden Ermittlungen eine Exhumierung statt. Parallel zum Verfahren prüfen die Behörden weitere 76 Verdachtsfälle.
Ein psychiatrisches Gutachten zur Persönlichkeit des Angeklagten und seiner Schuldfähigkeit soll in Kürze vorgelegt werden. Nach Einreichung dieses Berichts könnte das Gericht die Beweisaufnahme abschließen. Die Plädoyers könnten bereits am Montag, dem 29. Juni, beginnen.
Der Prozess dauert nun fast ein Jahr an, und das Gericht steht kurz vor einer Entscheidung. Die Vorstellung des Gutachtens markiert einen entscheidenden Schritt zum Abschluss der Beweisaufnahme. Das Urteil wird von den Erkenntnissen des Gutachtens und den anschließenden juristischen Schritten abhängen.
