Berliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Clara HofmannBerliner Polizist wegen Betrugs mit gefälschtem Sportabzeichen angeklagt
Ein Berliner Polizist muss sich wegen des Vorwurfs vor Gericht verantworten, mit einem gefälschten Sportabzeichen eine Beförderung erschlichen zu haben. Durch die Täuschung sollen der Polizei etwa 7.700 Euro an unrechtmäßigen Zahlungen entstanden sein. Der Prozess findet vor dem Amtsgericht Tiergarten statt.
Im Jahr 2020 reichte der Beamte einen Nachweis über den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens in Gold ein. Spätere Ermittlungen ergaben jedoch, dass er die Qualifikation nie erlangt hatte. Auf Grundlage des gefälschten Dokuments wurde er befördert und erhielt eine Gehaltserhöhung.
Dem Polizisten wird zudem vorgeworfen, 2020 vorgetäuscht zu haben, dienstunfähig zu sein. Untersuchungen zeigten, dass er in diesem Zeitraum durchaus dienstfähig war. Bis Mai 2026 belaufen sich die durch den Betrug entstandenen Kosten für die Polizei auf schätzungsweise 11.600 Euro.
Die Staatsanwaltschaft fordert nun die Rückzahlung von rund 19.300 Euro. Diese Summe umfasst sowohl die unrechtmäßigen Gehaltszahlungen als auch die falschen Angaben zur Dienstunfähigkeit. Die Berliner Polizei hat zudem ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten eingeleitet.
Gegen den Polizisten laufen außerdem zwei weitere Betrugsverfahren im Zusammenhang mit vorgetäuschter Dienstunfähigkeit. Bei einer Verurteilung müsste er den vollen Betrag zurückerstatten. Im Prozess wird über die Vorwürfe entschieden.






