Brandenburgs Handwerk 2025: Mehr Umsatz, mehr Jobs – aber weniger Betriebe
Clara HofmannBrandenburgs Handwerk 2025: Mehr Umsatz, mehr Jobs – aber weniger Betriebe
Brandenburgs Handwerk verzeichnet 2025 gemischte Bilanz
Während Umsatz und Beschäftigtenzahlen stiegen, ging die Zahl der Betriebe im Handwerk leicht zurück. Branchenvertreter warnen, dass viele Unternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen geraten sind.
Der Gesamtumsatz des Sektors kletterte auf 18,6 Milliarden Euro – ein Anstieg gegenüber 18,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Gleichzeitig wuchs die Beschäftigung deutlich: Fast 31.000 zusätzliche Arbeitskräfte brachten die Gesamtzahl auf 184.890. Im Durchschnitt beschäftigte jedes Unternehmen 4,9 Personen – 2024 waren es noch 4,1.
Auch die Zahl der Auszubildenden stieg und erreichte 8.052, was einem Plus von 177 im Vergleich zu 2024 entspricht. Allerdings sank die Anzahl der Betriebe um 274 auf 37.429 in der gesamten Region. Robert Wüst, Präsident der Handwerkskammer, betonte, dass viele Unternehmen aufgrund der steigenden Nachfrage und des Fachkräftemangels „am Limit“ arbeiteten.
Die aktuellen Zahlen zeigen einen Sektor unter Druck – trotz finanzieller und beschäftigungspolitischer Erfolge. Zwar steigen Umsätze und Personalbestand, doch die schrumpfende Zahl der Betriebe stellt Brandenburgs Handwerk vor die Herausforderung, Wachstum und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Der Anstieg der Auszubildenden deutet jedoch auf Bemühungen hin, den langfristigen Fachkräftebedarf zu decken.






