10 April 2026, 12:06

Brandenburgs Innenminister erklärt Cannabis-Teillegalisierung für gescheitert

Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einem "Legalise Cannabis Ireland"-Schild stehen, umgeben von Gebäuden und einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto sichtbar.

Brandenburgs Innenminister erklärt Cannabis-Teillegalisierung für gescheitert

Zwei Jahre nach der teilweisen Legalisierung von Cannabis in Deutschland hat Brandenburgs Innenminister Jan Redmann die Politik als gescheitert bezeichnet. Trotz der Einführung nicht-kommerzieller Anbauvereine bleibt der Schwarzmarkt weiterhin stark. Gleichzeitig wachsen die Bedenken hinsichtlich der Verkehrssicherheit und Versorgungsengpässe.

Die Teillegalisierung von Cannabis trat am 1. April 2024 in Kraft. Bis zum 1. Juli desselben Jahres durften nicht-kommerzielle Anbauvereine – begrenzt auf 500 Mitglieder – mit dem Anbau und der Verteilung der Droge beginnen. Brandenburg hat seitdem 21 solche Vereine genehmigt, sechs weitere Anträge werden derzeit geprüft. Bei Kontrollen wurden bisher keine Verstöße oder Bußgelder festgestellt.

Die Nachfrage übersteigt jedoch das Angebot bei Weitem. Laut Redmann können weder der private Anbau noch die Anbauvereine den gestiegenen Bedarf decken. Diese Lücke ermöglicht es illegalen Händlern, weiter zu florieren – einige hätten sogar ihre Netzwerke für härtere Drogen ausgebaut.

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Auch die Zahlen zur Verkehrssicherheit sind alarmierend. Im Jahr 2025 stiegen die Verkehrsunfälle, die mit Cannabis-Konsum in Verbindung stehen, leicht von 115 auf 119. Deutlich auffälliger war jedoch der Anstieg der Verdachtsfälle von Drogenfahrten unter Cannabis-Einfluss um 31,5 % – von 1.313 im Vorjahr auf 1.727 im Jahr 2025.

Die CDU-Landespartei in Brandenburg hat nun auf ihrem Parteitag für die Abschaffung der Teillegalisierung gestimmt. Redmann argumentiert, dass die Politik den Schwarzmarkt nicht schwächen konnte und stattdessen neue Risiken im Straßenverkehr geschaffen habe.

Der Beschluss der CDU, die Rücknahme der Regelung voranzutreiben, folgt einer wachsenden Zahl unbeabsichtigter Folgen. Da illegale Verkäufe weitergehen und drogenbedingte Verkehrsvorfälle zunehmen, steht Brandenburgs Experiment mit der Legalisierung vor einer ungewissen Zukunft. Derzeit wartet das Land auf weitere Schritte zur geplanten Kehrtwende.

Quelle