08 April 2026, 04:04

Brandts Witwe attackiert SPD: "Verloren den Kontakt zu den Arbeitern"

Deutsches Propagandaplakat für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, das zwei Männer auf einem Sofa zeigt.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Verloren den Kontakt zu den Arbeitern"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat die SPD in einem scharfen Gastbeitrag für Die Welt heftig kritisiert. Sie stellte die Ausrichtung der Partei infrage und warf ihr vor, den Kontakt zu ihrer ursprünglichen Wählerbasis verloren zu haben. Ihre Äußerungen berühren zudem die tieferliegenden politischen Verschiebungen in Deutschland.

Seebacher war 1995 aus der SPD ausgetreten – drei Jahre nach Brandts Tod. In ihrem aktuellen Artikel behauptet sie, die Partei vertrete trotz ihrer Geschichte die Arbeiter nicht mehr. Zwar räumte sie ein, dass klassische Industriearbeitsplätze zurückgegangen seien, doch betonte sie, dass es werktätige Menschen nach wie vor gebe – nur nicht mehr in den Reihen der SPD.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Sie warf der Partei vor, sich zu sehr auf politische Korrektheit und Traditionen zu konzentrieren. Als Beispiel nannte sie Alexander Schweitzer, den SPD-Landesvorsitzenden in Rheinland-Pfalz, und dessen vegane Ernährung. Seebacher zufolge spreche die SPD heute vor allem Sozialhilfeempfänger an, nicht aber die breite Gesellschaft.

Ihre Kritik erweiterte sie auf die aktuelle Bedeutung der SPD. Die Parteiführung verstehe die Sorgen der einfachen Bürger nicht mehr, so Seebacher. Zudem deutete sie an, dass Parteien – einschließlich der SPD – nicht für die Ewigkeit gemacht seien.

Mit Blick auf die Zukunft riet Seebacher dem Wahlsieger in Rheinland-Pfalz, sich gut zu überlegen, ob er eine Koalition mit der SPD eingehen solle. Stattdessen schlug sie vor, die CDU solle eine Zusammenarbeit mit der AfD als Alternative in Betracht ziehen.

Seebachers Äußerungen unterstreichen die tiefen Gräben bei der Frage nach Identität und Zukunft der SPD. Ihr Appell an die CDU, eine Annäherung an die AfD zu prüfen, heizt die laufenden Debatten über das politische Gefüge in Deutschland weiter an. Der Gastbeitrag spiegelt eine weitverbreitete Unzufriedenheit mit dem Kurs der Partei und ihrer Verbindung zu den Wählern wider.

Quelle