BSW in Sachsen-Anhalt: Umfrageeinbruch auf vier Prozent – Wittig schließt Koalitionen aus
Ella WagnerBSW in Sachsen-Anhalt: Umfrageeinbruch auf vier Prozent – Wittig schließt Koalitionen aus
Die Unterstützung für das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist in den letzten Monaten stark gesunken. Aktuelle Umfragen sehen die Partei in Sachsen-Anhalt nur noch bei vier Prozent – ein Rückgang von 14 Prozent zu Beginn des Jahres. Spitzenkandidatin Claudia Wittig hat Koalitionsgespräche nach der anstehenden Landtagswahl kategorisch ausgeschlossen.
Wittig machte deutlich, dass das BSW mit keiner etablierten Partei, einschließlich der Linken, eine Allianz eingehen werde. Auch eine Zusammenarbeit mit der AfD, deren Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ist, lehnte sie ab und verwies auf fehlende inhaltliche Schnittmengen. Stattdessen argumentierte sie, dass viele Wähler aus Frustration über die traditionelle Politik zur AfD überliefen.
Das von der Partei vorgeschlagene Modell einer „Bürgerregierung“ sieht einen parteilosen Ministerpräsidenten und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in politische Entscheidungen vor. Wittig beschrieb dieses Konzept als einen Ansatz, um die politische Kultur neu zu gestalten – nicht als Machtinstrument durch Koalitionen.
Angesichts der sinkenden Umfragewerte droht dem BSW nun, an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern und damit nicht in den Landtag von Sachsen-Anhalt einzuziehen. Wittig betonte, dass die Partei unabhängig vom Wahlergebnis keine Regierungsbeteiligung anstreben werde.
Der Rückgang der Unterstützung wirft Fragen über die Zukunft des BSW in Sachsen-Anhalt auf. Sollte die Partei die Fünf-Prozent-Marke verfehlen, bliebe sie ohne Sitze im Landtag. Selbst bei einem Einzug würde Wittigs Ablehnung von Koalitionen bedeuten, dass das BSW nicht an der Regierung beteiligt wäre.






