04 April 2026, 22:05

Bundeswehr setzt auf 78 MQ-28-Drohnen bis 2029 für moderne Luftkriegsführung

Organigramm der United States Air Force, beginnend mit dem Verteidigungsminister an der Spitze, das die Zweige und ihre Rollen durch Pfeile verbindet.

Bundeswehr setzt auf 78 MQ-28-Drohnen bis 2029 für moderne Luftkriegsführung

Die deutsche Bundeswehr plant bis 2029 den Kauf von 78 MQ-28 Ghost Bat-Drohnen. Der Deal folgt auf eine Partnerschaft zwischen Rheinmetall und Boeing zur Lieferung der unbemannten Fluggeräte. Beide Unternehmen bestätigten den Schritt im Rahmen einer umfassenden Modernisierung der Fähigkeiten der Luftwaffe.

Die MQ-28 ist darauf ausgelegt, bemannte Kampfflugzeuge in hochriskanten Lufträumen zu unterstützen und als Kraftverstärker zu wirken. Dank ihres modularen Aufbaus kann sie Aufgaben von der Aufklärung bis hin zu elektronischer Kriegsführung und Waffeneinsätzen übernehmen.

Rheinmetall und Boeing haben sich zusammengeschlossen, um die MQ-28 Ghost Bat als Deutschlands nächstes Collaborative Combat Aircraft (CCA) anzubieten. Die Drohne hat bereits über 150 Testflüge absolviert und ihre Einsatzfähigkeit in umkämpften Gebieten unter Beweis gestellt. Rheinmetall wird in Deutschland für die Systemintegration, Wartung und Logistik verantwortlich sein.

Die beiden Unternehmen stehen jedoch in Konkurrenz zu anderen Rüstungsfirmen. Airbus und Kratos schlagen die XQ-58A Valkyrie-Drohne vor, während General Atomics ein europäisches CCA auf Basis seines YFQ-42A-Prototyps anbietet. Auch das deutsche Start-up Helsing könnte mit seinem autonomen Fluggerät CA-1 in den Wettbewerb einsteigen.

Frühere Gespräche zwischen Rheinmetall, Boeing und Lockheed Martin bildeten die Grundlage für diese Zusammenarbeit. Rheinmetall-Chef Armin Pappenger hatte zuvor angedeutet, dass Deutschland bis zu 400 CCAs benötigen könnte, um zukünftige Verteidigungsanforderungen zu erfüllen. Das Unternehmen betonte zudem in einer Stellungnahme die Unterstützung für die ukrainischen Bemühungen, sich gegen die russische Aggression zu verteidigen.

Ein zentraler Vorteil der MQ-28 ist ihre Flexibilität. Ihre offene Architektur ermöglicht schnelle Aufrüstungen und den Einsatz in verschiedenen Missionen – von der Aufklärung bis zu elektronischen Angriffen. Die Drohne soll gemeinsam mit bestehenden Kampfflugzeugen operieren und deren Reichweite und Wirksamkeit in Gefechtslagen erhöhen.

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Wird der Deal genehmigt, sollen bis 2029 insgesamt 78 MQ-28 Ghost Bats an die Luftwaffe ausgeliefert werden. Rheinmetalls Rolle als Systemmanager sichert die lokale Unterstützung für Betrieb und Instandhaltung. Das Programm markiert einen wichtigen Schritt in Deutschlands Bestrebungen, fortschrittliche unbemannte Systeme in die Verteidigungsstrategie zu integrieren.

Quelle