BVG setzt auf Quantencomputer gegen Personalmangel und spart Millionen
Clara HofmannBVG setzt auf Quantencomputer gegen Personalmangel und spart Millionen
BVG steht vor wachsendem Personalmangel – Quantenlösung soll Millionen sparen
Der Berliner Verkehrsbetrieb BVG kämpft mit einem immer größer werdenden Fachkräftemangel: Bis 2026 werden voraussichtlich über 4.300 Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Um die ineffiziente Dienstplangestaltung zu verbessern, wurde nun eine quantengestützte Lösung getestet – eine Innovation, die nicht nur Millionen einsparen, sondern auch die Wünsche der Fahrer besser berücksichtigen könnte.
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Optimierung der Einsatzpläne für Busfahrer, eine komplexe Aufgabe mit 150 Fahrern auf verschiedenen Linien. Herkömmliche Methoden berücksichtigen individuelle Präferenzen oft nicht, doch das Team von Beerantum integrierte diese in sein Modell. Ihr Ansatz kombinierte den Bias-Field-DCQO-Algorithmus des Unternehmens Kipu Quantum mit DBSCAN-Clustering und reduzierte so die API-Abfragen um 80 %.
Zusätzlich kam ein Uncertainty Adapter zum Einsatz, um den Prozess weiter zu verfeinern. Dieses Tool verband einen Isolation-Forest-Anomalie-Detektor mit einem Gaussian-Process-Nachfrageprognosemodell. Es bestimmte, wann eine erneute quantengestützte Optimierung notwendig war, und sorgte so für flexible Dienstpläne.
Die Ergebnisse sind vielversprechend: Selbst eine bescheidene Effizienzsteigerung von 2 % könnte bei der BVG jährlich rund 18 Millionen Euro einsparen. Doch das System ist nicht auf den ÖPNV beschränkt – es ließe sich auch auf Schichtplanung in Krankenhäusern oder Logistiklösungen für die „letzte Meile“ übertragen.
Innerhalb von nur 24 Monaten entwickelte sich das Projekt von einer Laboridee (TRL 4) zu einem einsatzbereiten Pilotprojekt (TRL 6). Diese Zeitplanung passt zu den Hardware-Entwicklungsplänen von Kipu Quantum und unterstreicht die Skalierbarkeit der Lösung.
Der Test zeigt, wie quantengestützte Optimierung reale Herausforderungen im Personalmanagement bewältigen kann. Angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels bei der BVG bietet die Technologie eine Möglichkeit, Kosten zu senken und Abläufe zu verbessern. Die Flexibilität des Systems eröffnet zudem Perspektiven für ähnliche Anwendungen in anderen Branchen.






