07 April 2026, 02:05

Cannabis-Legalisierung in Berlin: Warum legale Vereine gegen Schwarzmarkt und Bürokratie kämpfen

Eine Gruppe von Menschen steht um ein Auto mit einer "Legalisiere Cannabis Irland"-Plakette herum, umgeben von Gebäuden unter einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto sichtbar.

Cannabis-Legalisierung in Berlin: Warum legale Vereine gegen Schwarzmarkt und Bürokratie kämpfen

Berlins Cannabis-Anbauvereine kämpfen ein Jahr nach der Legalisierung mit Anlaufschwierigkeiten

Ein Jahr nach der Freigabe von Cannabis hat die Hauptstadt nun 11 lizenzierte Vereine – sieben weitere warten noch auf die Genehmigung. Doch trotz der neuen Gesetze machen strenge Vorschriften und die Konkurrenz durch den Schwarzmarkt den Betreibern das Leben schwer.

Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland legal. Seither sind Vereine wie die Green Leaf Society und White Lake Weed entstanden, die unter strengen Auflagen die Droge anbauen und vertreiben. Die Green Leaf Society mit 200 Mitgliedern kultiviert bis zu zehn Sorten und erzeugt monatlich zwei bis drei Kilogramm.

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Die Vereine müssen jahrelang detaillierte Aufzeichnungen über ihre volljährigen Mitglieder führen. Werbung oder selbst grundlegende Informationen an Nichtmitglieder weiterzugeben, ist ihnen verboten. Jana Halbreiter, Vorsitzende der Green Leaf Society, kritisiert, dass Politiker den Prozess unnötig verkompliziert hätten. Mario Gäde, der White Lake Weed leitet, pflichtet ihr bei und nennt die Regeln "übermäßig starr".

Gleichzeitig floriert der Schwarzmarkt, und der Online-Handel mit medizinischem Cannabis bleibt stark. Die legalen Vereine haben es schwer, sich durchzusetzen – obwohl die Einfuhren von medizinischem Cannabis Anfang 2025 um über 400 Prozent auf 80 Metriertonnen stiegen.

Sowohl Halbreiter als auch Gäde geben sich kämpferisch: Sie wollen weiter anbauen und Mitglieder werben. Ihr Ziel ist es, trotz der Hindernisse zu wachsen und denen legalen Zugang zu ermöglichen, die ihn suchen.

Berlins Cannabis-Vereine operieren weiterhin unter strenger Aufsicht. Während die Importe steigen und der illegale Verkauf anhält, hat der legale Markt einen schweren Stand. Doch die Vereinsvorsitzenden bleiben entschlossen, ihre Mitgliederzahlen zu erhöhen und die Zukunft des legalen Anbaus zu sichern.

Quelle