CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Amt zurück
Maximilian SchmidtCDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmacht-Video von Amt zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU Brandenburg, ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern in die Kritik geraten. Die Aufnahmen zeigten Uniformierte, die auf den historischen Militärfahrzeugen unterwegs waren. Der Vorfall führte zu disziplinarischen Maßnahmen und dem Rücktritt von einem seiner Schlüsselämter.
Das Video wurde zwar später gelöscht, doch die Kontroverse löste eine schnelle Reaktion der Parteiführung aus. Bommert hatte die Aufnahmen zunächst über WhatsApp geteilt, wo sie umgehend auf scharfe Kritik stießen. Die Darstellung von Militärtechnik aus der NS-Zeit führte innerhalb der CDU zu Forderungen nach Konsequenzen. Parteichef Steeven Bretz distanzierte sich öffentlich von dem Video und kündigte an, die Angelegenheit direkt mit Bommert besprechen zu wollen.
Es war nicht das erste Mal, dass Bommerts Aktivitäten in sozialen Medien für Aufsehen sorgten. Bereits zuvor war er für einen WhatsApp-Status kritisiert worden, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete. Der aktuelle Vorfall eskalierte jedoch zu konkreten Konsequenzen.
Die CDU sprach Bommert eine Rüge aus, verzichtete aber auf weitere Sanktionen. Dennoch trat er als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag angesichts der wachsenden Kritik zurück. Die Partei bestätigte, dass der Fall intern von der Fraktion geprüft werde.
Bretz betonte die Notwendigkeit eines persönlichen Gesprächs mit Bommert, um die Situation zu klären. Über weitere Maßnahmen hinaus der Rüge und der internen Überprüfung gab die CDU keine Auskunft.
Bommerts Rücktritt vom Vorsitz des Wirtschaftsausschusses ist eine direkte Folge der Affäre. Die offizielle Rüge bleibt die einzige formelle Sanktion, während die internen Diskussionen anhalten. Der Vorfall hat die Spannungen innerhalb der Partei in Fragen historischer Sensibilität und öffentlichen Auftretens deutlich werden lassen.






