CDU Solingen fordert härteres Vorgehen gegen Mobbing an Schulen und Kitas
Clara HofmannCDU Solingen fordert härteres Vorgehen gegen Mobbing an Schulen und Kitas
Die CDU in Solingen drängt auf strengere Maßnahmen gegen Mobbing in örtlichen Schulen und Kitas. Eine neue Anfrage soll klären, wie verbreitet das Problem ist und ob die bisherigen Präventionsmaßnahmen greifen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Mobbing – sowohl im persönlichen Umfeld als auch im digitalen Raum.
Eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse zeigt, dass etwa jedes sechste Schulkind in Deutschland von Mobbing betroffen ist. Hochgerechnet auf Solingen wären das rund 2.800 betroffene Schülerinnen und Schüler. Die CDU will nun genau wissen, wie viele Kinder in der Stadt bereits Mobbing erlebt haben – einschließlich digitaler Formen wie Cybermobbing in Klassenchatgruppen.
Die Anfrage wird zudem prüfen, ob in Kitas und Grundschulen ausreichend Personal für die Präventionsarbeit zur Verfügung steht. Eine weitere zentrale Frage ist, wie die Stadt den Erfolg ihrer bestehenden Anti-Mobbing-Programme misst. Die CDU hofft, das Thema in zwei anstehenden Ausschusssitzungen stärker in den Fokus zu rücken.
Laut dem PISA-Bericht 2022 gaben 21 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland an, mindestens mehrmals im Monat gemobbt zu werden. Zwar liegen keine konkreten lokalen Daten zu Cybermobbing-Vorfällen vor, doch die CDU fordert ein klareres Bild der Lage in Solingen.
Die Anfrage der CDU wird sowohl das Ausmaß des Mobbings in Solingen als auch die Wirksamkeit der bisherigen Gegenmaßnahmen untersuchen. Die Ergebnisse könnten zu verschärften Maßnahmen in Schulen und Kitas führen. Das Thema steht in den kommenden Wochen auf der Tagesordnung der städtischen Gremien.






