Chaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogenrazzien und gewalttätige Angriffe auf Polizisten
Clara HofmannChaos beim Fusion-Festival: Brände, Drogenrazzien und gewalttätige Angriffe auf Polizisten
Behörden melden zahlreiche Vorfälle beim Fusion-Festival bei Neustrelitz
Bei dem Fusion-Festival in der Nähe von Neustrelitz kam es zu mehreren Zwischenfällen. Polizei und Zollbeamte führten Kontrollen durch, die zu zahlreichen Strafanzeigen und Beschlagnahmungen führten. Zudem sorgten Brände für Unterbrechungen, die eine vorübergehende Evakuierung erforderlich machten.
Das Festival wurde am Donnerstagabend nach Ausbruch mehrerer Feuer unterbrochen. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Besucher auf einen nahegelegenen Flugplatz gebracht. Während der Evakuierung sollen mehrere Personen eine mobile Polizeistation mit Graffiti besprüht haben, wobei ein Schaden von etwa 500 Euro entstand. Ein Beamter, der die Sachbeschädigung dokumentieren wollte, wurde angegriffen und erlitt leichte Verletzungen.
Rund 70 Bundespolizisten waren in der Nähe des Bahnhofs Neustrelitz im Einsatz. Bei stichprobenartigen Kontrollen registrierten sie zehn Straftaten und einen Ordnungswidrigkeitsverstoß, größtenteils im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln. Acht Strafanzeigen wurden wegen Drogenbesitzes oder -handels erstattet. Beschlagnahmt wurden unter anderem Ecstasy-Tabletten, Kokain und Amphetamine.
Die Zollbeamten leiteten 24 Strafverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz und dem Cannabiskonsumgesetz ein. Bei Verkehrskontrollen rund um das Festivalgelände wurden 48 Fälle von Fahrern unter Drogeneinfluss festgestellt. Zudem wurde eine Person ohne gültigen Aufenthaltstitel in Deutschland ermittelt.
Nach der Evakuierung wurde das Festival fortgesetzt, doch die Vorfälle führten zu einem massiven Polizeiaufgebot. Es kam zu mehreren Festnahmen und rechtlichen Konsequenzen. Zu den unmittelbaren Folgen zählten Sachbeschädigungen und die Verletzung eines Beamten.
