Condor-Chef fordert EU-Emissionshandel-Stopp wegen explodierender Kerosinpreise
Clara HofmannCondor-Chef fordert EU-Emissionshandel-Stopp wegen explodierender Kerosinpreise
Peter Gerber, Chef der deutschen Fluggesellschaft Condor, fordert die EU auf, den Emissionshandel (ETS) für sechs Monate auszusetzen. Mit diesem Schritt sollen Reisende vor steigenden Ticketpreisen geschützt werden, die durch den weltweiten Kerosinmangel verursacht werden. Gerber schlug zudem alternative Maßnahmen vor, um die finanzielle Belastung für Fluggesellschaften und Passagiere zu verringern.
Der Appell erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Airlines mit stark gestiegenen Treibstoffkosten aufgrund der knappen Kerosinversorgung kämpfen. Gerber warnte, dass die hohen Preise Verbraucher in der Hauptreisezeit im Sommer besonders belasten könnten. Eine vorübergehende Aussetzung des Emissionshandels würde seiner Meinung nach Entlastung schaffen, bis sich der Markt stabilisiert.
Statt einer vollständigen Aussetzung schlug Gerber einen alternativen Ansatz vor: einen Treibstoffrabatt für Fluggesellschaften, der von der Bundesregierung als kurzfristige Lösung eingeführt werden könnte. Zudem empfahl er, spekulative Kerosinzuschläge abzuschaffen, um ein stabileres Preisumfeld zu schaffen.
Die Vorschläge zielen darauf ab, starke Preissprünge für Reisende in der zweiten Jahreshälfte zu verhindern. Gerber betonte, dass sowohl die ETS-Aussetzung als auch der Treibstoffrabatt als Schutzmechanismen gegen unvorhersehbare Treibstoffkosten wirken würden.
Falls umgesetzt, könnten diese Maßnahmen die finanzielle Belastung für Fluggesellschaften und Passagiere in der hektischen Sommersaison verringern. Nun steht die Bundesregierung vor der Entscheidung, ob sie einen Treibstoffrabatt einführen oder eine vorübergehende Aussetzung des Emissionshandels unterstützen wird. Beide Optionen würden die Ticketpreise in den kommenden Monaten direkt beeinflussen.






