Deutsche Bahn besiegt Fachkräftemangel: Stellwerke erstmals voll besetzt
Maximilian SchmidtDeutsche Bahn besiegt Fachkräftemangel: Stellwerke erstmals voll besetzt
Deutschlands Bahnnetz erreicht Meilenstein bei Personalmangel
Die deutsche Bahn hat einen entscheidenden Fortschritt im Kampf gegen den Fachkräftemangel erzielt: Seit Anfang 2026 ist der staatliche Betreiber bei den Stellwerkspersonalstellen bundesweit vollständig besetzt. Dies ist das Ergebnis einer groß angelegten Nachwuchsoffensive, die nach Jahren der Verspätungen und Störungen die Stabilität des Betriebs sichern soll.
Der Wandel begann 2025, als die Infrastrukturtochter DB InfraGO eine gezielte Einstellungskampagne startete. Bis Dezember desselben Jahres hatte das Unternehmen rund 2.200 neue Stellwerksmitarbeiter gewinnen und ausbilden können – ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zu 2024.
Die Bundesnetzagentur, die die Leistungsfähigkeit der Bahn überwacht, würdigte die Fortschritte und verzichtete auf weitere Strafzahlungen. Zuvor hatte der Personalmangel wiederholt zu Androhungen von Sanktionen wegen Serviceausfällen geführt. Zwar können vereinzelt noch Engpässe auftreten, doch insgesamt verfügt das System nun über ausreichend Fachkräfte, um die Nachfrage zu decken.
Die Verbesserung markiert einen Wendepunkt nach Jahren chronischen Personalmangels, der landesweit zu massiven Verspätungen geführt hatte. Mit der nun erreichten Vollbesetzung rückt die langfristige Stabilisierung des Netzes in den Fokus.
Voll besetzte Stellwerke, weniger Verspätungen Die vollständige Personaldecke in den Stellwerken kommt sowohl dem Personen- als auch dem Güterverkehr zugute. Die Rekrutierungsoffensive hat die Belastung des Systems verringert, auch wenn lokale Probleme weiterhin auftreten können. Die Aufsichtsbehörden werden die Entwicklung weiter beobachten, um sicherzustellen, dass die Fortschritte nachhaltig sind.






