Deutsche Bahn droht drastischer Pünktlichkeitsverfall ohne Milliardenhilfe bis 2030
Clara HofmannDeutsche Bahn droht drastischer Pünktlichkeitsverfall ohne Milliardenhilfe bis 2030
Die Deutsche Bahn hat gewarnt, dass die Pünktlichkeit der Züge ohne dringende finanzielle Unterstützung stark zurückgehen könnte. Unternehmenschefin Evelyn Palla drängt auf Milliarden an zusätzlichen Mitteln, um die Servicequalität aufrechtzuerhalten. Die von der Bundesregierung gesetzten Ziele geraten nun ins Wanken.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte der Deutschen Bahn vorgegeben, eine Pünktlichkeitsquote von 70 Prozent zu erreichen. Doch das Unternehmen gibt nun an, dieses Ziel ohne höhere Zuschüsse verfehlen zu müssen. Ohne zusätzliche Gelder könnte die Pünktlichkeit sogar unter 60 Prozent fallen.
Bis 2030 schätzt die Deutsche Bahn, dass mindestens 13 Milliarden Euro extra nötig sind, um die 70-Prozent-Marke zu erreichen. Diese Investitionen würden den Betrieb stabilisieren und weitere Verspätungen verhindern. Ein weiterer ähnlicher Betrag könnte die Pünktlichkeit um zusätzliche fünf Prozentpunkte steigern.
Die zusätzlichen Mittel würden der Bahn auch helfen, andere wichtige Schienenprojekte abzuschließen. Palla hat deutlich gemacht, dass das bestehende Netz ohne erhebliche finanzielle Unterstützung nicht mehr leistungsfähig ist.
Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf die Bundesregierung wächst, zu handeln. Ohne die Aufstockung um 13 Milliarden Euro werden sich die Verspätungen für Fahrgäste voraussichtlich verschärfen. Die Erfüllung des Pünktlichkeitsziels bis 2030 hängt nun von der Sicherung langfristiger Finanzmittel ab.






