03 April 2026, 22:05

Deutsche Bahn setzt auf Modernisierung trotz Pünktlichkeitsprobleme und Kritik

Ein altes Buch mit einer detaillierten technischen Zeichnung eines Zuges, einschließlich beschrifteter Teile wie Räder und Kabinen, mit begleitendem Text.

Deutsche Bahn setzt auf Modernisierung trotz Pünktlichkeitsprobleme und Kritik

Deutschlands Bahnnetz baut seine Leistungen aus – trotz scharfer Kritik von offizieller Seite

Verkehrsminister Patrick Schnieder warnte kürzlich, der aktuelle Zustand der Deutschen Bahn gefährde gar die Demokratie selbst. Doch trotz dieser Vorwürfe modernisiert das Unternehmen weiterhin seine Flotte und verbessert die Angebote für Fahrgäste.

Aktuelle Zahlen unterstreichen zudem, dass die Bahn das klimafreundlichste große Verkehrsmittel des Landes bleibt – mit deutlich geringeren Emissionen als Flugzeuge oder Autos.

Die Deutsche Bahn rüstet ihre Fernverkehrszüge mit 90 neuen ICE 3neo-Modellen (Baureihe 408) auf. Bisher sind 17 Züge im Einsatz, vor allem auf internationalen Strecken nach Belgien und in die Niederlande. Sie ersetzen die älteren ICE International-Züge (Baureihe 406) und werden bis 2028 schrittweise ausgeliefert.

Fahrgäste profitieren von mehreren kostensparenden Vorteilen: Kinder bis 14 Jahre fahren in Begleitung einer Person ab 15 Jahren kostenlos. Mit einer BahnCard 25 und zwei Kindern kostet eine Fahrt von Berlin an den Vierwaldstättersee selbst an stark frequentierten Reisetagen nur 47 Euro. Das City-Ticket ermöglicht zudem in rund 140 Städten die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs, und auch die Mitnahme von Reisegepäck ist ohne Aufpreis möglich.

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Doch die Pünktlichkeit bleibt ein Problem: 2025 erreichten nur 60,1 Prozent der ICE- und IC-Züge ihr Ziel ohne Verspätung. Der Luftverkehr schnitt besser ab – 72,5 Prozent der Flüge starteten an Deutschlands vier größten Flughäfen innerhalb von 15 Minuten nach Plan.

Die ökologischen Vorteile der Bahn sind unbestritten: Fernzüge stoßen pro Personenkilometer nur 26 Gramm CO₂-Äquivalente aus. Zudem verursachen sie kaum Luftschadstoffe – lediglich 0,03 Gramm Stickoxide und 0,001 Gramm Feinstaub. Auch bei der Reisezeit liegt die Bahn vorn: Die Strecke Berlin–München dauert mit dem Zug vier Stunden, mit dem Auto sechs Stunden 15 Minuten und mit dem Bus sieben Stunden 40 Minuten.

Trotz betrieblicher Herausforderungen setzt die Deutsche Bahn auf neue Züge und fahrgastfreundliche Tarife. Klimabilanz und Reisezeiten übertreffen weiterhin Auto und Flugzeug. Doch anhaltende Verspätungen und politische Warnsignale deuten darauf hin, dass grundlegende Probleme noch ungelöst sind.

Quelle