28 April 2026, 20:15

Deutschland führt Zuckersteuer ein – und plant weitere Steuererhöhungen für 2025

Eine Europakarte mit Farben, die die Spitzensätze der Einkommensteuer in jedem Land anzeigen, mit der Überschrift "Spitzensätze der Einkommensteuer in Europa."

Deutschland führt Zuckersteuer ein – und plant weitere Steuererhöhungen für 2025

Die deutsche Regierung treibt mehrere Steuererhöhungen voran, um das Haushaltsdefizit zu bekämpfen. Zu den Plänen gehört eine neue Zuckerabgabe auf gesüßte Getränke, die ab kommendem Jahr eingeführt werden soll. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil strebt an, durch diese Maßnahmen 20 Milliarden Euro einzusparen.

Ein Ausschuss hatte die Zuckersteuer als Teil von 66 Empfehlungen vorgeschlagen, um die Belastung der Krankenkassen zu verringern. Die regierende Koalition aus SPD und CDU hat sich nun auf die Einführung der gestaffelten Abgabe ab 2025 geeinigt. Damit folgt Deutschland dem Vorbild Großbritanniens, wo eine ähnliche Steuer auf zuckerhaltige Produkte allein im vergangenen Jahr 377 Millionen Euro einbrachte.

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Die CDU hatte sich zuvor gegen eine Zuckersteuer ausgesprochen und einen entsprechenden Vorschlag auf ihrem Parteitag im Februar abgelehnt. Nun hat die Partei ihre Haltung geändert – als Teil umfassender Bemühungen, die Staatsausgaben zu senken. Neben der Zuckerabgabe plant die Regierung höhere Steuern auf Tabak, Alkohol und Kunststoffe. Zudem stehen Kürzungen bei staatlichen Subventionen und Finanzhilfen zur Debatte.

Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Die Finanzierungslücke für 2027 ist geschlossen, und das Gesamtdefizit für das darauffolgende Jahr wurde mehr als halbiert – es beläuft sich nun auf weniger als 30 Milliarden Euro.

Die Zuckersteuer ist nur ein Baustein eines umfassenderen Plans zur Haushaltskonsolidierung. Werden die neuen Abgaben und Ausgabenkürzungen beschlossen, treten sie ab nächsten Jahr in Kraft. Die Regierung erwartet, dass diese Schritte Milliarden einbringen und die langfristige finanzielle Belastung verringern werden.

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