30 May 2026, 18:03

Diskriminierung in Sachsen-Anhalt erreicht 2025 traurigen Höchststand mit 322 Fällen

Zunahme von Diskriminierungsfällen in Sachsen-Anhalt: 322 Fälle im letzten Jahr registriert, 50 mehr als im Vorjahr

Diskriminierung in Sachsen-Anhalt erreicht 2025 traurigen Höchststand mit 322 Fällen

Diskriminierungsfälle in Sachsen-Anhalt stiegen 2025 laut neuen Zahlen stark an. Beratungsstellen in der gesamten Region dokumentierten 322 Vorfälle – ein Anstieg um etwa 50 im Vergleich zum Vorjahr. Behörden zeigten sich besorgt über diese Entwicklung, insbesondere bei rassistischen und antisemitischen Übergriffen.

Die Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt (LADS) verzeichnete im vergangenen Jahr 168 Fälle, nach 133 im Jahr 2024. Die meisten Meldungen betrafen rassistische oder ethnische Diskriminierung, wobei 47 Vorfälle erfasst wurden. Die Beratungsstelle ENTKNOTEN bearbeitete 81 Fälle rassistischer Diskriminierung – im Vorjahr waren es 60 gewesen.

OFEK Sachsen-Anhalt, das sich auf antisemitische Vorfälle spezialisiert, unterstützte 2025 insgesamt 31 Betroffene. Zwei Drittel dieser Fälle betrafen verbale oder digitale Angriffe. Die häufigsten Orte für gemeldete Vorfälle waren Behörden (18 %), Arbeitsplätze (18 %) sowie Bildungseinrichtungen (15 %).

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Die Sozialministerin des Landes, Petra Grimm-Benne, reagierte auf die Zahlen mit einem Appell zu entschlossenerem Handeln. Sie betonte, dass Aufklärungskampagnen und Präventionsarbeit entscheidend seien, um Diskriminierung wirksam zu bekämpfen.

Insgesamt erreichten die dokumentierten Fälle in allen Beratungsstellen 2025 die Zahl von 322. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren dar, wobei rassistische und antisemitische Diskriminierung weiterhin zentrale Problemfelder bleiben. Die Behörden kündigten an, die Präventionsmaßnahmen als Reaktion darauf auszuweiten.

Quelle