Drogenhandel und nächtliche Störungen belasten Gesundheitszentrum Silberhöhe
Maximilian SchmidtDrogenhandel und nächtliche Störungen belasten Gesundheitszentrum Silberhöhe
Umstrittene Drogenprobleme und nächtliche Rüstörungen am Gesundheitszentrum Silberhöhe
Die Gegend um das Gesundheitszentrum Silberhöhe sorgt für Kontroversen, nachdem Anwohner und lokale Politiker sich uneinig zeigen, wie mit Vorwürfen illegalen Drogenhandels und nächtlichen Belästigungen umzugehen ist. Auslöser der Debatte sind Berichte über weggeworfene Spritzen und wachsende Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit.
Die AfD brachte einen Antrag ein, in dem sie die Stadtverwaltung und die Landespolizei aufforderte, dringend Maßnahmen gegen den Drogenhandel in der Nähe des Gesundheitszentrums zu ergreifen. Stadtrat Paul Backmund behauptete, Dealer träten „dreist“ auf, näherten sich sogar Kindern und verursachten Anwohnern durch nächtliche Störungen erhebliche Belastungen. Das Gesundheitszentrum beherbergt auch eine Substitutionsambulanz für Suchtbehandlungen.
Die Stadtverwaltung bestätigte zwar, dass regelmäßig Polizeistreifen und Kontrollen in dem Gebiet stattfänden, lehnte jedoch den AfD-Vorschlag ab, die Beleuchtung als Abschreckung aufzuhellen. Als Gründe wurden moderne städtebauliche Richtlinien und begrenzte Haushaltsmittel genannt. Die geplante Aufwertung der Straßenbeleuchtung im Rahmen des Projekts „Neugestaltung des Gesundheitszentrumsplatzes Silberhöhe“ werde wie vorgesehen umgesetzt, zusätzliche Sofortmaßnahmen seien jedoch nicht möglich.
Sowohl der Hauptausschuss als auch der Ausschuss für öffentliche Ordnung lehnten den AfD-Antrag ab. Stattdessen verwiesen sie auf bestehende Präventionsbemühungen im Viertel. Die Verwaltung betonte zudem, dass die Bekämpfung von Straftaten – einschließlich Drogendelikten – allein in den Zuständigkeitsbereich der Polizei falle.
Bei jüngsten Aufräumaktionen fanden Freiwillige mehrere gebrauchte Spritzen in nahegelegenen Gebüschen, was die Sorgen um Sicherheit und Sauberkeit in dem Gebiet weiter verschärfte.
Die Stadt wird wie geplant die Beleuchtung verbessern, kann aber aufgrund knapper Mittel keine weiteren Änderungen vornehmen. Die Polizei wird ihre routinemäßigen Streifen fortsetzen, während die Verwaltung darauf besteht, dass Drogenermittlungen nicht in ihren Aufgabenbereich fallen. Die Diskussion spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen öffentlicher Sicherheit und Ressourcenverteilung im Stadtteil wider.






