07 June 2026, 14:04

Düstere Mythen: Die überraschenden Ursprünge bekannter Kinderreime

Ein Serienkiller, die Beulenpest und Menschenopfer: Die gruseligen Hintergründe von sieben Kinderreimen

Düstere Mythen: Die überraschenden Ursprünge bekannter Kinderreime

Viele Kinderreime haben Ursprünge, die weit düsterer sind, als ihre fröhlichen Texte vermuten lassen. Zwei bekannte Beispiele, Humpty Dumpty und Der Muffin-Mann, haben Theorien hervorgebracht, die sie mit historischen Ereignissen und Persönlichkeiten verbinden. Doch die wahren Geschichten dahinter sind oft weniger unheimlich, als es die populären Mythen behaupten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Reim Humpty Dumpty tauchte erstmals 1797 auf – lange bevor er mit einem Ei in Verbindung gebracht wurde. Damals bezeichnete „Humpty Dumpty“ eine übergewichtige, tollpatschige Person oder sogar ein warmes Getränk aus gebranntem Branntwein und Ale. Einige Historiker argumentieren, der Reim beziehe sich auf eine Kanone namens Humpty Dumpty, die während des Englischen Bürgerkriegs von einer Mauer stürzte. Andere vermuten, er verspotte König Richard III., der in der Schlacht von Bosworth Field vom Pferd fiel und damit seine Herrschaft verlor.

Der Muffin-Mann wurde erstmals 1820 aufgezeichnet und feiert wahrscheinlich Londons Straßenhändler, die Haus für Haus Muffins verkauften. Mit der Zeit entstand der Mythos, der Reim stehe in Verbindung mit Frederick Thomas Lynwood, einem angeblichen Serienmörder. Doch es gibt keinerlei Belege für diese Behauptung. Der wahre Titel des ersten bekannten Serienmörders Londons gebührt vielmehr Mary Ann Cotton – und nicht dem Muffin-Mann.

Obwohl diese Reime wilde Theorien inspiriert haben, sind ihre wahren Ursprünge weitaus simpler: Humpty Dumpty begann als scherzhafter Begriff, nicht als verschlüsselter Verweis auf Krieg oder Könige. Der Muffin-Mann spiegelt das Alltagsleben im London des 19. Jahrhunderts wider – und keine Mörderlegende. Die Mythen halten sich hartnäckig, doch die Fakten bleiben weit weniger dramatisch.

Quelle