Ehrenamt in Hünfeld: Wichtige Steueränderungen für Vereine ab 2026
Hünfelds fünfter Ehrenamts-Infoabend im Lokomotivschuppen
In Hünfeld fand kürzlich der fünfte Infoabend für Ehrenamtliche im Lokschuppen Hünfeld statt. Im Mittelpunkt stand ein Impulsvortrag zum Thema „Steuern in Vereinen“, den Steuerberaterin Sandra Oechler leitete. Die Teilnehmer erhielten einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen, die ab 2026 für gemeinnützige Organisationen gelten.
Die Diplom-Kauffrau und Steuerberaterin Sandra Oechler referierte 90 Minuten lang über die Buchführung in Non-Profit-Organisationen. Sie erläuterte, dass Vereine ideelle und wirtschaftliche Tätigkeiten in ihrer Buchhaltung klar trennen müssen: Während ideelle Arbeit steuerfrei bleibt, unterliegen wirtschaftliche Aktivitäten einer begünstigten Besteuerung.
Oechler ging insbesondere auf die neuen finanziellen Freigrenzen für 2026 ein. So stieg der steuerfreie Übungsleiterfreibetrag auf 3.300 Euro pro Jahr. Auch die Ehrenamtspauschale wurde auf 960 Euro jährlich angehoben. Wirtschaftliche Aktivitäten in Vereinen werden erst ab einem Jahresumsatz von 50.000 Euro besteuert.
Ein zentrales Thema des Abends war die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Gemeinnützige Vereine müssen sich strikt an ihren satzungsgemäßen Zweck halten und ihre Mittel ausschließlich für die festgelegten Ziele verwenden. Im Anschluss an den Vortrag nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss auszutauschen und die Neuerungen zu diskutieren.
Die Veranstaltung bot Ehrenamtlichen und Vereinen Klarheit über die aktuellen Steuerregeln. Die neuen Freibeträge und Befreiungen traten am 1. Januar 2026 in Kraft – begleitet von strengeren Buchführungspflichten. Die Organisatoren kündigten an, den Infoabend auch in den kommenden Jahren fortzuführen.






