Energieberatungen in MV boomen: 25.000 Anfragen nach der Energiekrise
Clara HofmannHoches Nachfrage nach Energierat - Energieberatungen in MV boomen: 25.000 Anfragen nach der Energiekrise
Energieberatungen in Mecklenburg-Vorpommern verzeichnen starken Anstieg
In Mecklenburg-Vorpommern hat die Nachfrage nach Energieberatungen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Allein 2025 führte die Verbraucherzentrale 3.565 Beratungsgespräche durch – ein Zeichen für wachsende Sorgen über steigende Kosten und Effizienzfragen. Besonders einkommensschwache Haushalte suchen vermehrt Rat zu Themen wie Heizen, Verträgen und erneuerbaren Energien.
Die Nachfrage nach Energieberatung ist seit 2021 stark gestiegen. Damals lag die Zahl der Beratungen bei etwas über 5.000, doch bis 2024 stieg sie auf mehr als 25.000 an. Dieser Anstieg folgte auf Russlands Invasion der Ukraine 2022, die eine Energiekrise auslöste, sowie auf den Ausbau bundesweiter Förderprogramme und landesweiter Initiativen wie Energieberatung Mecklenburg-Vorpommern. Ziel dieser Maßnahmen war es, Kosten zu senken, Klimaziele zu erreichen und Haushalte zu entlasten, die mit hohen Rechnungen zu kämpfen haben.
Im vergangenen Jahr beantworteten die sechs Geschäftsstellen der Verbraucherzentrale und 23 Energieberatungsstellen Fragen zu einem breiten Themenspektrum. Besonders häufig ging es um Heizkostenabrechnungen, erneuerbare Energiesysteme und moderne Heizungsmodernisierungen. Auch rechtliche Fragen zu Strom- und Gasverträgen standen im Fokus – hier wurden 505 Fälle dokumentiert, das entspricht etwa 14 Fällen pro Arbeitstag.
Wiebke Cornelius, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale, betonte, dass die Nachfrage nach Energie- und Wohnberatung weiterhin hoch bleibe. Das Land unterstützte die Arbeit 2025 mit 927.000 Euro, um Bürgern weiterhin bei finanziellen und technischen Herausforderungen zur Seite zu stehen.
Der Anstieg der Beratungsanfragen unterstreicht die anhaltenden Belastungen durch Energiepreise und die Energiewende. Dank Landesförderung und erweitertem Angebot bleibt die Verbraucherzentrale eine zentrale Anlaufstelle für Haushalte. Fragen zu Verträgen, Effizienz und erneuerbaren Energien werden die Nachfrage voraussichtlich auch im kommenden Jahr hoch halten.