01 April 2026, 00:06

EU-Pläne für E-Autos in Firmenflotten sorgen für Streit und drohende Preiserhöhungen

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

EU-Pläne für E-Autos in Firmenflotten sorgen für Streit und drohende Preiserhöhungen

Neue EU-Vorgaben zur Förderung von Elektrofahrzeugen in Firmenflotten könnten die Mietwagenpreise in die Höhe treiben

Der Vorstoß der EU, Unternehmensflotten zu elektrifizieren, stößt auf massiven Widerstand. In den vergangenen sechs Monaten hat die deutsche Automobilindustrie – angeführt vom Verband der Automobilindustrie (VDA) – gegen die geplanten Quoten lobbyiert. Bei Gesprächen mit Regierungsvertretern in Berlin, in öffentlichen Stellungnahmen und in Eingaben an Brüssel wurde argumentiert, die Ziele seien unrealistisch. Branchenverbände verweisen auf die nach wie vor unzureichende Ladeinfrastruktur und fordern Fristverlängerungen oder Ausnahmen.

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Auch der Autovermieter Sixt hat vor den finanziellen Folgen gewarnt. Unternehmenschef Konstantin Sixt bezeichnete die EU-Pläne als ein "Hintertürchen-Verbot für Verbrennungsmotoren". Er warnte, dass steigende Fahrzeugkosten unweigerlich zu höheren Mietpreisen führen würden. Das Unternehmen verwies zudem auf Risiken durch die wachsende Abhängigkeit von China bei der Batterieproduktion.

Der VDA setzt sich stattdessen für alternative Maßnahmen ein, etwa die verlängerte Zulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE). Im Rahmen seiner Kampagne hat der Verband Petitionen an die Europäische Kommission gerichtet und argumentiert, dass Anreize – und nicht starre Vorgaben – den Umstieg besser unterstützen würden.

Die geplanten Flotten-Elektrifizierungsziele der EU stoßen nun sowohl bei Autovermietern als auch bei Herstellern auf Widerstand. Sixt rechnet mit steigenden Mietpreisen, falls die Fahrzeugkosten weiter klettern. Unterdessen hält die Lobbyarbeit der Branche an: Gefordert werden angepasste Zeitpläne und mehr Förderung für das Ladenetz.

Quelle