FDP wählt Kubicki zum neuen Chef – kann er die Partei retten?
Die Freie Demokratische Partei (FDP) traf sich am Samstag in Berlin zu ihrem Bundesparteitag. Die Veranstaltung findet zu einer schwierigen Zeit für die Partei statt, die bei der Bundestagswahl 2023 alle ihre Mandate verlor. Im Mittelpunkt des Parteitags steht nun ein Führungswechsel.
Die FDP geht mit der schwersten Krise seit Jahrzehnten in den Parteitag. Nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag im vergangenen Jahr kämpft die Partei darum, wieder an Zuspruch zu gewinnen. Umfragen zeigen seit 2023 durchgehend Werte unter der für den Einzug ins Parlament notwendigen Fünf-Prozent-Hürde.
Auch bei Landtagswahlen musste die Partei Rückschläge hinnehmen: 2023 verlor sie in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz an Sitzanteilen. Diese Niederlagen werfen Fragen nach ihrer zukünftigen Überlebensfähigkeit auf.
Henning Höne, Landesvorsitzender der FDP in Nordrhein-Westfalen, hatte ursprünglich geplant, für den Bundesvorsitz zu kandidieren. Doch noch vor Beginn des Parteitags zog er seine Bewerbung zurück. Damit bleibt Wolfgang Kubicki als einziger Anwärter für die Spitzenposition übrig.
Kubicki, ein langjähriges FDP-Urgestein, war zuvor Vizepräsident des Bundestags. Seine Wahl zum neuen Parteichef gilt nun als sicher, da er ohne Gegenkandidaten antritt. Dennoch bleibt das Vertrauen in die Partei gering: Eine aktuelle Forsa-Umfrage ergab, dass zwei Drittel der Befragten zweifeln, ob die FDP selbst unter neuer Führung wieder erstarken kann.
Der Parteitag wird Kubicki offiziell zum neuen Vorsitzenden wählen. Seine Ernennung erfolgt in einer Phase, in der die FDP nach historischen Verlusten um ihren Neuaufbau ringt. Angesichts weiterhin ungünstiger Umfragewerte bleibt der Weg in die Zukunft ungewiss.






