FKA Twigs klagt erneut gegen Shia LaBeouf wegen Schweigepflichtklausel
Clara HofmannFKA Twigs klagt erneut gegen Shia LaBeouf wegen Schweigepflichtklausel
FKA Twigs hat eine neue Klage gegen ihren ehemaligen Partner Shia LaBeouf eingereicht. Die Sängerin bestreitet eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die sie zufolge dazu diente, sie nach ihrer gewalttätigen Beziehung zum Schweigen zu bringen. Sie fordert keine finanzielle Entschädigung, sondern will "ein Unrecht wiedergutmachen" und anderen Überlebenden sexualisierter und häuslicher Gewalt Unterstützung bieten.
Twigs hatte LaBeouf bereits 2020 verklagt und ihm "unerbittlichen Missbrauch" während ihrer gemeinsamen Zeit vorgeworfen. Dieser Fall wurde im September 2025 außergerichtlich geregelt, doch ihr Anwalt, Matthew Rosengart, argumentiert nun, die Vereinbarung habe eine "rechtswidrige" Schweigepflichtklausel enthalten.
Im Dezember 2025 sprach Twigs mit dem Hollywood Reporter über ihre Ängste nach der Beziehung. LaBeouf reagierte mit einem Schiedsantrag, was zu ihrer jüngsten Klage führte. Die neue Klage behauptet, die Vertraulichkeitsvereinbarung verstoße gegen Kaliforniens STAND Act, der Abkommen verbietet, die Opfer sexualisierter Gewalt zum Schweigen bringen.
LaBeouf hatte 2023 eingeräumt, in der Vergangenheit missbräuchlich gehandelt zu haben, und sich bei den Betroffenen entschuldigt, während er einige Vorwürfe bestritt. Er erlaubte den betroffenen Frauen zudem, ihre Aussagen öffentlich zu teilen. Twigs' Anwaltsteam hingegen sieht in der Schweigepflichtklausel den Versuch, sie als Überlebende daran zu hindern, über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Die Klage zielt nicht auf Schadensersatz ab, sondern darauf, die Vertraulichkeitsvereinbarung für ungültig zu erklären und aufzuzeigen, was Twigs als Versuch beschreibt, ihre Stimme zu unterdrücken. Der Fall könnte Präzedenzcharakter für die Durchsetzung solcher Vereinbarungen in künftigen Streitigkeiten mit Missbrauchsüberlebenden haben.






