Freiburgs Knopfhäusle-Viertel wird zum Vorbild für nachhaltige Stadtsanierung
Maximilian SchmidtFreiburgs Knopfhäusle-Viertel wird zum Vorbild für nachhaltige Stadtsanierung
Sanierung des historischen Knopfhäusle-Viertels in Freiburg macht gute Fortschritte
Eines der größten Sanierungsprojekte in Freiburgs historischem Knopfhäusle-Viertel schreitet stetig voran. Das im 19. Jahrhundert für Fabrikarbeiter erbaute Quartier wird nun modernisiert, um Denkmalschutz, Klimaziele und bezahlbaren Wohnraum in Einklang zu bringen. Die Stadtimmobilien Freiburg GmbH gab am 27. März 2026 einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten.
Das Knopfhäusle-Viertel zählt seit jeher zu den bedeutendsten historischen Stadtteilen Freiburgs. Ursprünglich als Wohnraum für Mitarbeiter einer örtlichen Knopffabrik konzipiert, durchläuft das Areal nun eine behutsame Transformation. Bereits 2022 und 2023 konnten erste sanierte Häuser wieder bezogen werden – viele ehemalige Bewohner kehrten zurück.
Die dritte Bauphase, die sich auf die sogenannten Meisterhäuser konzentriert, steht kurz vor dem Abschluss. Nach Fertigstellung wird das gesamte Projekt rund 100 modernisierte Wohnungen umfassen. Die Mieten bleiben deutlich unter dem Freiburger Marktdurchschnitt.
Ein zentrales Anliegen der Sanierung ist die Energieeffizienz: Durch die Maßnahmen konnte der Energieverbrauch des Viertels bereits um etwa 45 Prozent gesenkt werden. Für ihr Engagement erhielt die Initiative 2025 eine bundesweite Förderauszeichnung.
Die letzte Projektphase soll bis Ende 2026 andauern. Während des gesamten Prozesses wurde großer Wert darauf gelegt, die bestehenden Nachbarschaftsstrukturen zu erhalten – etwa durch die Möglichkeit für ehemalige Bewohner, in das Viertel zurückzukehren.
Die Sanierung des Knopfhäusle-Viertels bringt modernisierte Wohnungen, geringere Energiekosten und mehr bezahlbaren Wohnraum. Mit dem nahenden Abschluss des Projekts entwickelt sich das Quartier zu einem Vorbild für nachhaltige Stadterneuerung. Die fertige Anlage wird sowohl heutigen als auch künftigen Bewohnern dienen – und dabei den historischen Charakter des Ortes bewahren.






