Galeria vor dem Kollaps: 30 Filialen sollen schließen – rettet ein 160-Millionen-Deal die Kette?
Maximilian SchmidtGaleria vor dem Kollaps: 30 Filialen sollen schließen – rettet ein 160-Millionen-Deal die Kette?
Galeria-Kaufhauskette steckt erneut in der Finanzkrise
Die deutsche Warenhauskette Galeria kämpft einmal mehr mit einer schweren finanziellen Schieflage. Das Unternehmen benötigt dringend eine Kapitalzufuhr, um die Insolvenz abzuwenden. Ohne frisches Geld könnten bereits in diesem Sommer Filialen schließen – bedingt durch Lieferengpässe.
Geschäftsführer Tilo Hellenbock hat die Bestellungen für neue Ware in den 83 Standorten bereits gekürzt. Aktuell verhandelt das Unternehmen mit dem US-Investor Gordon Brothers über ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro. Das Geld soll eine bestehende Schuldenlast von 80 Millionen Euro umschulden und ausstehende Mietzahlungen decken.
Gordon Brothers plant, rund 30 Filialen zu schließen und die Verkaufsflächen zu verringern. Teile der Flächen sollen an externe Mieter vermietet werden, um die Kosten zu senken. Ziel ist es, die Kette bis 2028 wieder in die Gewinnzone zu führen.
Um die Löhne für die 12.000 Beschäftigten zu finanzieren, setzt Galeria derzeit auf Rabattaktionen mit Preisnachlässen von bis zu 70 Prozent. Branchenkenner warnen jedoch, dass das Darlehen möglicherweise nicht ausreichen wird. Das Unternehmen verbucht weiterhin monatlich Millionenverluste, und die Zukunft der Filiale in Mainz bleibt ungewiss.
Scheitert die Einigung mit Gordon Brothers, dürfte dies das Aus für Galeria bedeuten. Der Kredit ist überlebenswichtig für die Kette – ohne ihn könnten die Läden bereits in wenigen Monaten dichtmachen. Selbst bei einem Erfolg des Deals steht der Umstrukturierungsplan jedoch vor enormen Herausforderungen, um das Unternehmen zu stabilisieren.






