25 May 2026, 02:05

Geburtenrate auf Rekordtief – Streit um Elterngeld-Kürzungen eskaliert

 ehemalige Familienministerin Giffey warnt vor Kürzungen bei Elterngeld

Geburtenrate auf Rekordtief – Streit um Elterngeld-Kürzungen eskaliert

Deutschlands Geburtenrate erreicht niedrigsten Stand seit 1946 – Debatte über Kürzungen beim Elterngeld entbrannt

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Die Geburtenrate in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken und wirft Fragen zur Familienpolitik auf. Zunehmend wird über mögliche Kürzungen beim Elterngeld diskutiert – Politiker und Expert:innen warnen vor negativen Folgen. Die ehemalige Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sprach sich deutlich gegen eine Reduzierung der finanziellen Unterstützung für frischgebackene Eltern aus.

Laut Berichten erwägt Familienministerin Karin Prien (CDU), rund 350 Millionen Euro bei den Leistungen für den Elternurlaub zu streichen. Der Vorstoß stößt auf breite Kritik. Britta Altenkamp, Leiterin des Zukunftsforum Familie (ZFF), bezeichnete die Debatte als ein „verheerendes Signal“ für Familien, die ohnehin bereits unter Druck stünden.

Giffey, die das Ministerium zuvor geleitet hatte, betonte, dass das Elterngeld dazu beitrage, Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Zudem forderte sie Reformen, um eine gerechtere Aufteilung des Elternurlaubs zwischen den Partnern zu fördern. Aktuell nehmen in Deutschland 74 Prozent der Bezieher:innen von Elterngeld Frauen in Anspruch.

Auch Wolfgang Kubicki, designierter Vorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP), lehnte die geplanten Kürzungen ab. Er warnte, dass eine Verringerung der Unterstützung Familien zusätzlich belasten könnte – gerade in einer Phase, in der die Geburtenzahlen ohnehin rückläufig seien.

Die Diskussion über die Streichungen beim Elterngeld kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland einen historischen Tiefstand bei den Geburten verzeichnet. Kritiker:innen argumentieren, dass Kürzungen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschweren und die Gleichstellung der Geschlechter zurückwerfen würden. Die Bundesregierung hat bisher noch keine endgültige Entscheidung über die geplanten Einsparungen getroffen.

Quelle