Gewerbesteuer in Sachsen-Anhalt: Starker Rückgang bei Gemeinden, Städte legen zu
Clara HofmannGewerbesteuer in Sachsen-Anhalt: Starker Rückgang bei Gemeinden, Städte legen zu
Gemeinden in Sachsen-Anhalt erzielten im ersten Quartal 2026 Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 268,5 Millionen Euro. Damit lagen die Einnahmen um 33,7 Millionen Euro bzw. 11,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung verlief im Land jedoch sehr unterschiedlich: Einige Städte verzeichneten deutliche Zuwächse, andere mussten erhebliche Rückgänge hinnehmen.
Besonders stark betroffen waren die 215 kreisangehörigen Gemeinden, deren Einnahmen um 21,5 Prozent einbrachen – ein Minus von 51,2 Millionen Euro. 118 von ihnen meldeten sinkende Erträge, während 100 Gemeinden Zuwächse verbuchen konnten.
Unter den kreisangehörigen Kommunen führte Lutherstadt Wittenberg mit 7,5 Millionen Euro (plus 1 Million) die Rangliste an. Den größten prozentualen Anstieg verzeichnete jedoch Halle (Saale) mit einem Plus von 67,9 Prozent auf 13,2 Millionen Euro.
Die drei kreisfreien Städte Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau-Roßlau entwickelten sich unterschiedlich: Gemeinsam steuerten sie 81,1 Millionen Euro bei – fast ein Drittel (30,2 Prozent) der Landesgesamteinnahmen. Ihr gemeinsames Aufkommen stieg um 27,5 Prozent (plus 17,5 Millionen). Magdeburg erzielte mit 41,6 Millionen Euro (plus 1,9 Millionen) die höchsten Einnahmen, während Dessau-Roßlau trotz des geringsten Volumens von 6,9 Millionen Euro immerhin ein Plus von 2,4 Millionen Euro erreichte.
Das erste Quartal 2026 zeigte damit deutliche Gegenläufte bei der Gewerbesteuer in Sachsen-Anhalt: Während die kreisfreien Städte kräftig zulegten, mussten die meisten kreisangehörigen Gemeinden Rückgänge verkraften. Der Gesamtückgang um 33,7 Millionen Euro unterstreicht die sich wandelnden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region.






