13 March 2026, 14:05

Grüne fordern 29-Euro-Deutschlandticket gegen hohe Spritpreise in Sachsen-Anhalt

Eine große Gruppe von Menschen geht mit Schirmen die Straße entlang, einige tragen Taschen und halten Schilder, während sie an einer Klimademonstration in Deutschland teilnehmen.

Grüne fordern 29-Euro-Deutschlandticket gegen hohe Spritpreise in Sachsen-Anhalt

Die Grünen in Sachsen-Anhalt fordern eine drastische Senkung des Preises für das Deutschlandticket. Die monatliche Gebühr soll von 63 auf 29 Euro reduziert werden, um den Bürgerinnen und Bürgern angesichts hoher Spritkosten entlastend unter die Arme zu greifen. Die steigenden Benzinpreise – mittlerweile über 2 Euro pro Liter – belasten Pendler im gesamten Bundesland zusätzlich.

Cornelia Lüddemann, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, betont, dass günstigere ÖPNV-Angebote sofortige Entlastung bringen würden. Sie argumentiert, dass Rabatte auf Kraftstoffe das eigentliche Problem nicht lösen: bezahlbare und zuverlässige Mobilität. Ohne diese drohe Menschen in kleineren Städten soziale Ausgrenzung.

Die Partei drängt die Landesregierung, sich auf Bundesebene für das 29-Euro-Ticket einzusetzen. Gleichzeitig fordert sie einen beschleunigten Ausbau des Schienennetzes, der PlusBus-Linien sowie von Rufbussen. Aktuelle Daten zur Wirkung des Tickets in Sachsen-Anhalt sind jedoch begrenzt – nur Teilzahlen liegen vor, etwa 223.000 Fahrgäste auf den Linien der Harzer Schmalspurbahnen im Jahr 2025 oder 24.000 über die INSA-App ausgegebene Tickets für 1.200 Abonnenten.

Breitere Statistiken zu Fahrgastzuwächsen oder Auslastungsgraden für das Land wurden bisher nicht veröffentlicht. Die Grünen sind überzeugt: Eine Preissenkung würde den ÖPNV für mehr Menschen zu einer echten Alternative machen.

Der Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Spritpreise aufgrund der Krise im Nahen Osten weiter steigen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, könnte das günstigere Ticket die finanzielle Belastung für tägliche Pendler verringern. Die Landesregierung hat auf die Forderungen der Grünen nach konkreten Schritten bisher noch nicht reagiert.

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