21 March 2026, 08:05

Grüne siegen knapp – doch der Wahlkampf-Nachgeschmack vergiftet Koalitionsgespräche

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte, Überschrift "Semanario Repúblicano Democrático Federal", mit dem Wort "Diskussion", leicht zerknittert mit Anzeichen häufiger Handhabung.

Skandal vor der Wahl - Fischer bittet Hagel um Vergebung - Grüne siegen knapp – doch der Wahlkampf-Nachgeschmack vergiftet Koalitionsgespräche

Die Grünen gewinnen die Landtagswahl am 8. März mit knappem Vorsprung

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Bei der Landtagswahl am 8. März haben die Grünen mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp die CDU (29,7 Prozent) geschlagen. Beide Parteien verfügen nun über jeweils 56 Sitze – ein Patt im neuen Landtag. Die Spannungen verschärften sich nach einem umstrittenen Social-Media-Beitrag einer Grünen-Abgeordneten, der sich gegen den CDU-Spitzenkandidaten Manuel Hagel richtete.

Durch das Wahlergebnis sind Grünen und CDU in der Sitzverteilung gleichauf, was beide Seiten nun zu Kooperationsgesprächen zwingt. Noch vor der Wahl hatte die Grünen-Politikerin Zoe Mayer ein älteres Video von Hagel geteilt, in dem dieser sich abfällig über eine minderjährige Schülerin äußerte. Damit wurde die Debatte über Sexismus in der Politik neu entfacht. Die CDU warf den Grünen daraufhin eine "schmutzige Kampagne" vor.

Die Grünen-Abgeordnete Simone Fischer veröffentlichte später einen Beitrag mit Hagels Foto, überschrieben mit "Offizielle Warnung" und dem Text "Versteckt eure Kinder". Nach massiver Kritik löschte sie den Post, schwieg zunächst – und entschuldigte sich Tage später direkt bei Hagel. Ihre Handlung bezeichnete sie als bedauerlich.

Ihre Entschuldigung wird nun als Versuch gewertet, innerhalb der Grünen Vertrauen zurückzugewinnen, bevor die Koalitionsgespräche beginnen. Die Partei hat die CDU zu offiziellen Sondierungsgesprächen in den kommenden Tagen eingeladen, um eine gemeinsame Regierung zu prüfen.

Laut einer möglichen Einigung soll die CDU im Frühjahr 2026, wenn die neue Koalition ihre Arbeit aufnimmt, das Umweltministerium übernehmen.

Nun müssen Grünen und CDU nicht nur mit einem pattstehenden Parlament umgehen, sondern auch die Nachwehen des Wahlkampfs bewältigen. Die Sondierungsgespräche werden zeigen, ob eine stabile Regierung möglich ist. Das Ergebnis wird die künftige Politik prägen – darunter auch die Rolle der CDU in Umweltfragen.

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