Halle diskutiert Krisenvorsorge: Wie gut ist die Stadt auf Katastrophen vorbereitet?
Maximilian SchmidtHalle diskutiert Krisenvorsorge: Wie gut ist die Stadt auf Katastrophen vorbereitet?
Öffentliche Dialogveranstaltung zum Bevölkerungsschutz in Halle (Saale) am Dienstag, 2. Juni 2026, um 18:00 Uhr
Die CDU-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt lädt zu einer Diskussion ein, bei der es um die Frage geht, wie gut Gesellschaft und Kommunen auf Krisen vorbereitet sind. Der Eintritt ist frei, alle Bürgerinnen und Bürger sind im Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) herzlich willkommen.
Unter dem Titel „Perspektiven des Bevölkerungsschutzes: Wie krisenfest ist unsere Gesellschaft?“ kommen Expertinnen und Experten zusammen, um praktische Erfahrungen auszutauschen. Ihre Erkenntnisse sollen in die künftige Landespolitik einfließen. Als Rednerinnen und Redner bestätigt sind Dr. Tamara Zieschang, Kerstin Godenrath, Tobias Krull, Chris Schulenburg und Hendryk Stör.
In Halle gibt es derzeit keine öffentlichen Schutzräume, wie sie das Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) vorsieht. Auch Wohnungsanbieter wie die GWG Halle-Neustadt GmbH oder die Hallesche Wohnungsgesellschaft mbH verfügen weder über spezielle Schutzräume noch über besondere Vorsorgemaßnahmen für Mieter in Mehrfamilienhäusern. Allerdings baut die Stadt ihr Sirenennetz schrittweise aus – an 17 Standorten wurden bereits moderne Anlagen installiert.
Die Stadtwerke Halle Gruppe und ihre Tochterunternehmen haben Notfallpläne für die Bereiche Energie, Wärme, Trinkwasser, Abwasser, Verkehr und IT-Systeme erarbeitet. Zudem führt Halle jährlich Großübungen durch – in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt, Hilfsorganisationen und der Bundeswehr –, um die Krisenreaktion zu stärken.
Ziel des Dialogs ist es, praxisnahe Erkenntnisse für die Weiterentwicklung von Bevölkerungsschutzstrategien zu gewinnen. Zwar fehlen in Halle öffentliche Schutzräume, doch die Ausweitung der Warnsysteme und regelmäßige Übungen zeigen, dass die Stadt ihre Vorsorge verbessert. Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen in den kommenden Monaten direkt in die parlamentarische Arbeit einfließen.






