24 June 2026, 16:03

Halle reißt Riebeckplatz-Brücken ab – und verändert sein Stadtbild für immer

Nach der genehmigten Abriss des Riebeckplatz-Viadukts: Ist auch die Hauptstraße zwischen Alt- und Neustadt gefährdet?

Halle reißt Riebeckplatz-Brücken ab – und verändert sein Stadtbild für immer

Halle steht bis 2029 vor tiefgreifenden Veränderungen seines Stadtbildes. Die beiden markanten Hochstraßenbrücken am Riebeckplatz sollen vollständig abgerissen werden. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Vorhabens im Zusammenhang mit dem neuen „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“.

Für den Abriss der Riebeckplatz-Brücken gibt es zwei zentrale Gründe: Die Spannbetonkonstruktionen haben das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und stehen zudem dem geplanten, Millionen schwerem Entwicklungsprojekt im Weg.

Wie die Stadtverwaltung bestätigte, werden andere Brücken – darunter die Querungen über Saale und Elisabethsaale – erst bei Bedarf ersetzt. Sie zählen nach wie vor zu den wichtigsten Verkehrsadern Halles. Die Überwachung ihres Zustands erfolgt vor allem über die Analyse von Oberflächenrissen, da innere Schäden an Spannbeton oft nicht sichtbar sind.

Der Einsturz der Dresdner Carola-Brücke im vergangenen Jahr veranlasste Halle zum Handeln: Die Stadtordnung veranlasste beschleunigte Sonderprüfungen der eigenen Bauwerke – darunter auch die Hochstraße am Franckeplatz, die ebenfalls aus Spannbeton besteht. Laut Behörden besteht hier jedoch keine akute Gefahr. René Rebenstorf, Leiter der Stadtentwicklung, bestätigte, dass ihr Bauzustand besser sei als bei anderen geprüften Objekten.

In den kommenden Jahren muss eine langfristige Lösung für die künftige Führung der Strecke erarbeitet werden.

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Der Abriss der Riebeckplatz-Brücken wird das Gesicht Halles prägen. Gleichzeitig unternimmt die Stadt Schritte, um die Sicherheit der verbleibenden Bauwerke zu gewährleisten. Inspektionen und Erneuerungen bleiben Teil der laufenden Instandhaltungsmaßnahmen.

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