Halle (Saale) kämpft mit 350.000 Euro gegen Schlaglöcher nach dem Winter
Ella WagnerHalle (Saale) kämpft mit 350.000 Euro gegen Schlaglöcher nach dem Winter
Halle (Saale) hat in diesem Jahr bereits 350.000 Euro für die Beseitigung von Schlaglöchern auf seinen Straßen ausgegeben. Die Instandsetzungsarbeiten begannen ernsthaft, sobald die letzten nächtlichen Fröste vorbei waren – der Start der jährlichen Kampagne der Stadt gegen Winterschäden. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die Gesamtkosten wie in den Vorjahren in den sechsstelligen Bereich steigen werden.
Vier Prüfer kontrollieren mittlerweile täglich das Straßennetz von Halle, das rund 1.600 Straßen und 35.000 Gullies umfasst. Ihre Aufgabe besteht darin, Gefahrenstellen zu identifizieren, insbesondere auf stark befahrenen Routen wie der Magistrale, der Merseburger Straße, der Köthener Straße und der Bundesstraße B 80. Diese Hauptverkehrsadern haben Priorität, um den Verkehr sicher fließen zu lassen.
Jedes gemeldete Schlagloch durchläuft ein strukturiertes Verfahren: Zuerst erfolgt eine Begutachtung, dann die Ausschreibung an Fachbetriebe, anschließend die Koordination der Arbeiten und zum Schluss eine abschließende Kontrolle. Bürger können Schäden über die städtische Online-Plattform "Sag's uns einfach" melden, die wöchentlich etwa 100 Beschwerden zu Schlaglöchern bearbeitet.
Neben kurzfristigen Reparaturen bereitet die Stadt auch größere Sanierungsmaßnahmen vor. Die Planungen für dünne Asphaltdeckschichten sind fast abgeschlossen – sie sollen dort eingesetzt werden, wo Flickarbeiten nicht mehr ausreichen. Zudem gehören die Entwässerungssysteme zu den laufenden Instandhaltungsarbeiten, um sicherzustellen, dass Wasser ordnungsgemäß abfließt und künftige Straßenschäden verringert werden.
Die Straßenbaukolonnen werden den ganzen Sommer über weiterarbeiten, um die Folgen des Winters zu beheben. Mit den regelmäßigen Kontrollen der Prüfer und den laufenden Reparaturen auf den Hauptverkehrsadern will die Stadt die Risiken für Autofahrer und Fußgänger so gering wie möglich halten. Die Endabrechnung für die diesjährigen Arbeiten wird voraussichtlich im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich liegen – ähnlich wie in den Vorjahren.






